Leserfrage

Kleingarten: Wie ist das mit der Arbeitspflicht?

Jürgen P. aus Glauchau: In unserer Kleingartenanlage sollen die Mitglieder ab 70 Jahre seit 2015 zehn statt zuvor acht Gartenstunden leisten. Und für eine nicht geleistete Stunde muss man jetzt 20 Euro bezahlen, doppelt so viel wie vorher. Kann das korrekt sein?

AKTIV: Im Prinzip ja – wenn die Änderungen satzungsgemäß beschlossen worden sind. „Gemeinsam genutztes Eigentum und gemeinsam genutzte Infrastruktur werden gemeinsam gepflegt – es ist also jeder mal dran.“ So sagt es Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Details beschließe der jeweilige Verein: „Die Regeln sind in der Gartenordnung oder in der Satzung festgehalten.“

Vielerorts sei es üblich, Ältere bei der Gemeinschaftsarbeit besserzustellen: „Das Mehrgenerationenprinzip – Jung hilft Alt – gehört in den meisten Kleingärtnervereinen zum Selbstverständnis.“

So oder so könne man oft statt der gebotenen Gemeinschaftsarbeit einen Ausgleichsbetrag leisten. Zum Stundensatz meint Wagner: „Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Da sind Mitglieder, die fünf Stunden Hecke schneiden oder Unkraut jäten. Andere zahlen stattdessen nur einen Betrag, der sie nicht einmal schmerzt? Geht nicht.“


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