Leserfrage

Kindergeld: Was gilt da nach der Lehre?

Arbeit im Hörsaal: Für duale Studenten gibt’s Kindergeld. Foto: dpa

Oswald J. aus Triefenstein: Mein Sohn hat eine Elektrikerlehre abgeschlossen und macht jetzt neben seiner Arbeit eine Technikerausbildung. Das Kindergeld wurde eingestellt, da er mehr als 20 Stunden die Woche arbeitet. Kann ich das anfechten, gemäß des Urteils, über das AKTIV berichtet hat?

AKTIV: Diese neue Entscheidung des Bundesfinanzhofs (III R 52/13) ist laut Auskunft des Finanzministeriums künftig allgemein anzuwenden. Aber dabei geht es um einen Spezialfall: ums duale Studium, das als eine „einheitliche Erstausbildung“ gilt – auch wenn man dabei zwei Abschlüsse erwirbt.

Ansonsten gilt laut der Bundesagentur für Arbeit grundsätzlich: „Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung wird ein Kind nur berücksichtigt, wenn es keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.“ Kindergeld gibt es dann allerdings noch, wenn Junior lediglich „mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit“ tätig ist oder aber in einem „Ausbildungsdienstverhältnis“, also zum Beispiel in einem Referendariat steht.


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