Leserfrage

Kindergeld: Was gilt beim dualen Studium?

Studenten: Für viele gibt es Kindergeld. Foto: WAZ

Marco D. aus Haiger: Meine Ausbildung zum Mechatroniker endet 2015, ich erwerbe daneben im Samstagsunterricht die Fachhochschulreife. Anschließend möchte ich ein halbes Jahr arbeiten. Und dann ein duales Studium beginnen, die Vergütung ist vergleichbar mit dem Ausbildungsgehalt. Werde ich während des dualen Studiums Anspruch auf Kindergeld haben – oder ist der Anspruch wegen des halben Jahres dazwischen verloren gegangen?

AKTIV: Nein, das nicht – aber es ist trotzdem nicht klar, ob Ihre Eltern für Sie noch Kindergeld bekommen können.

Nach Abschluss einer ersten Ausbildung gibt es ja während der weiteren Ausbildung nur dann Kindergeld, wenn das Kind noch keine 25 Jahre alt ist und nebenher nicht arbeitet. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden wöchent­licher Arbeitszeit oder auch ein „Ausbildungsdienstverhältnis“ sind dabei aber kein Problem.

Nun kann ein duales Studium ein Ausbildungsdienstverhältnis sein: Man wird dann nicht dafür bezahlt, dass man im Betrieb arbeitet – sondern dafür, dass man das Ausbildungsziel erreicht. „Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung ist also der genaue Inhalt des geschlossenen Vertrags“, betont Ilona Mirtschin von der Bundesagentur für Arbeit. Man sollte also Kindergeld beantragen und eine Kopie des Ausbildungs- und Studienvertrags beifügen.


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