Leserbriefe

Keiner kriegt den Kragen mehr voll

Der Mindestlohn – ist er nun ein Segen? Oder kostet er am Ende Jobs? Unser Leitartikel hat großes Leser-Echo ausgelöst. Wir drucken eine Auswahl.

Würden Sie für einen Stundenlohn von 8,50 Euro morgens überhaupt aufstehen? Es ist ziemlich leicht, über jemanden zu urteilen, wenn man selbst auf der Sonnenseite lebt.

Meine Meinung ist: Wer als Arbeitgeber seinen Beschäftigten nicht einmal diesen Hunger-Mindestlohn zahlen kann, der soll sein Geschäft besser gleich ganz aufgeben. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist doch übrigens auch deshalb so groß, weil keiner mehr den Kragen voll bekommt.

Erich Attenberger,
per E-Mail

Das täte keinem weh

Top-Verdiener sollten eine gewisse Summe ihres Einkommens für den Mindestlohn opfern. Das würde bestimmt keinem wehtun. Zudem besagen Studien, dass Manager-Gehälter nicht mehr als das Siebenfache der Bezüge einfacher Mitarbeiter betragen sollen. Fände ich gut. Wird aber natürlich nicht eingehalten werden.

Ludwig Raith,
per E-Mail

Erst gepennt, dann Hauruck-Verfahren

Die Umsetzung des Mindestlohns ist stümperhaft. Erst wurde das Thema verschlafen, dann im Hauruck-Verfahren gegen alle durchgeboxt. Man hätte ihn besser stufenweise angehoben, jedes Jahr um 50 Cent oder 1 Euro. Das hätte eine Vorlaufzeit gebracht. Für die Wirtschaft, aber auch für die Kunden, die sich dann langsam an teurere Waren und Dienstleistungen hätten gewöhnen können.

Jürgen Ander,
45768 Marl


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