Leserbriefe

Kein Umdenken

Klassisch: Mama daheim, Papa malocht. Foto: Fotolia

AKTIV berichtete über steigende Geburtenziffern in Ballungsgebieten. Beim Anblick Ihres Titelbilds mit den drei kleinen Kindern ist mir das Herz aufgegangen. Ich selbst bin 71 Jahre alt und habe drei Kinder mit großgezogen und bin glücklich, sie zu haben.

Nur: Das waren andere Zeiten. Man hatte einen sicheren Arbeitsplatz und einen angemessenen Verdienst. Aber heute? Wie soll denn die Zukunft für die zu planende Familie aussehen, wenn der Ernährer plötzlich in Zeitarbeit oder anderer Beschäftigung mit mäßiger Bezahlung landet? So wird ein Umdenken bei der Familienplanung nicht stattfinden.

Kurt Krebs, 86391 Stadtbergen

Flucht an den Herd

Eine Familie moniert falsche Anreize durch das Betreuungsgeld. In Deutschland wird die klassische Hausfrauen-Rolle durch unser System mit zahlreichen Bonbons gefördert. Viele Frauen werden durch im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen schlechtere Gehälter für gleiche Arbeit dermaßen verärgert, dass sie sich nach dem ersten oder zweiten Kind geradezu in ihre Mutterrolle flüchten. Mit dem Betreuungsgeld, das ein ähnliches Ziel verfolgt, kommt jetzt noch ein Zückerchen dazu.

Familie Lichius und Martin, 80935 München

Kinder kosten Kohle

Ein Leser verweist auf hohe Kosten der Kindererziehung. Natürlich sind Eltern gegenüber Kinderlosen benachteiligt. Weil Kinder von der Kita über den Kindergarten bis zum späteren Studium richtig ins Geld gehen. Familien brauchen ein größeres Auto, mehr Strom – all das kostet. Wenn ich als alleinverdienender Vater von drei Kindern in 20 Jahren in Rente gehe, stehe ich vor einer Versorgungslücke. Kinderlose dagegen konnten sich die Kosten für die Kindererziehung sparen und privat vorsorgen. Meine Kinder dürfen dann aber die Rente jener Kinderlosen auch noch mitbezahlen.

Bernd Hegewald, 85139 Wettstetten


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Schlagwörter: Demografie

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