Leserbriefe

Gut und günstig

Wir bekommen tüchtig Gegenwind für unsere Berichterstattung über den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Ihr Beitrag zeichnet ein Zerrbild. Wenn eine neue Windkraftanlage eine Einspeisevergütung von 8,48 Cent je Kilowattstunde für 20 Jahre konstant bekommt, liefert sie den Strom preiswerter als neue Atom-, Gas- oder Kohlekraftwerke.

Interessant ist auch, dass wir schon ein Drittel unseres Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugen und zugleich die Stromversorgung immer zuverlässiger wurde. Die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung betrug zuletzt in Deutschland nur noch zwölf Minuten im Jahr. Bei den Engländern und Franzosen fällt der Strom fünfmal so lange aus.

Raimund Kamm,
Landesvorsitzender Bayern,
Bundesverband WindEnergie,
86157 Augsburg

Preissenkung wäre locker drin

Der Strompreis ist im Lauf der Jahre ständig gesunken, was aber an uns Verbraucher kaum weitergegeben wurde. Strom ist in Leipzig so billig wie nie zuvor, und wir haben wieder Rekordmengen ins Ausland exportiert. Leicht wäre daher die Reduzierung von 2 Cent pro Kilowattstunde für Privatverbraucher möglich.

Hinzu kommt der Umstand, dass zahlreiche Unternehmen von der Zahlung der Umlage gänzlich befreit sind und dieses Privileg letztlich auch von den Verbrauchern bezahlt wird.

Wolfgang Schulze,
37574 Einbeck

Was ist mit den Folgekosten?

Die Schadstoffe der fossilen und Kernenergien sind nicht länger akzeptabel, und deren Folgekosten werden auf völlig anderen Wegen als im direkten Bezug der Energie ausgeglichen – oder auch gar nicht. Bitte nennen Sie, wenn Sie die erneuerbaren Energien als zu teuer kritisieren, dann aber auch die komplette Rechnung der Nach- und Entsorgung mit allen Kosten.

Ralf Karrer,
65423 Rüsselsheim


Mehr zum Thema:

Ein Bauplatz nahe beim bayerischen Dorf Walting: Hier entstehen drei Windräder. Sie sind Teil des Baubooms. Anlagen mit mehr als 4.000 Megawatt Leistung werden 2016 hinzukommen. Jetzt bremst ein neues Gesetz den massiven Zubau aus.

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