Leserfrage

Forward-Darlehen: Wie lange läuft die Frist?

Josef K. aus dem Kreis Passau: Sie haben berichtet, dass man einen Immobilienkredit nach zehn Jahren kündigen darf. Wir waren vorher bei der Stadtsparkasse und sind nun bei der Spardabank, der neue Kredit läuft seit 2013. Er ist aber schon 2011 als Forward-Darlehen abgeschlossen worden. Kann nun bereits 2021 gekündigt werden?

AKTIV: Nein. Die gesetzliche Frist beginnt in so einem Fall wieder mit dem „vollständigen Empfang“ des Darlehens – hier also erst 2013. Und zwar, weil Sie die Bank gewechselt haben.

Nur wenn man ein Forward-Darlehen bei der Bank abschließt, die auch schon den ursprünglichen Baukredit gewährt hatte, wird anders gerechnet: Dann beginnt die Zehnjahresfrist schon mit der Unterschrift unter das Forward-Darlehen.


Mehr zum Thema:

Diese Vorschrift sollten alle Eigenheimer kennen: Paragraf 489 des Bürgerlichen Gesetzbuchs erlaubt es, normale Kredite nach zehn Jahren zu kündigen. Das kann Bauherren viel Geld sparen – auch bei Forward-Darlehen.

„Ein Prozent anfängliche Tilgung“ – das war früher beim Immobilienkredit normal und richtig. Aber in Zeiten niedriger Zinsen muss man seine Baufinanzierung anders aufstellen. Wie erklären, wie – und warum die alten Regeln nicht mehr gelten.

Normalerweise ist er die größte Anschaffung des Lebens: der Kauf einer eigenen Immobilie. Es gilt also, sich vor dem Gang zum Notar so gut wie nur irgend möglich zu informieren – sowohl, was das Objekt selbst und seine Lage betrifft, als auch über die Baufinanzierung.

aktualisiert am 27.09.2017

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