Leserfrage

Erholungsurlaub: Was gilt bei einer Verschiebung?

Wer ist wann weg? Klarheit hilft allen. Foto: Fotolia

Alexandra A. aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg: Mein Mann musste seinen Urlaub bis Ende Januar planen und bekam ihn per Intranet genehmigt. Mitte März wurde ihm dann eine von drei zusammenhängenden Wochen gestrichen, wir werden umbuchen müssen. Wie sieht es mit den Kosten aus?

AKTIV: „Ist der Urlaub nicht nur geplant, sondern auch schon genehmigt, gibt es keine gesetzliche Regelung, die es dem Arbeitgeber ermöglicht, den Urlaub zu streichen.“ Das erklärt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln.

Auch ein Rückruf aus bereits angetretenem Urlaub ist nur in seltenen Ausnahmen möglich, wie die Rechtsprechung zeigt.

In der betrieblichen Praxis wird man als Mitarbeiter zwar nicht einfach stur auf seinem guten Recht beharren wollen. Aber man muss nicht etwa auch noch draufzahlen: „Der Arbeitnehmer darf dem Arbeitgeber sagen, dass er nur dann den Urlaub storniert, wenn die Firma alle ihm entstandenen Kosten übernimmt“, so Oberthür. „Der Arbeitgeber kann sich dann überlegen, ob es nicht doch eine andere Lösung für sein Problem gibt.“


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