Leserfrage

Direktversicherung: Abzug von der Krankenkasse?

So sieht’s aus: Ein gutes Sechstel bekommt die Kasse. Foto: Straßmeier

Lutz U. aus Jena: 2015 gehe ich in Rente. Ich er­hielt vor kurzem aber schon die Auszahlung meiner betrieblichen Direktversicherung. Umgehend meldete sich die Krankenkasse mit der Forderung von Beitragszahlungen für zehn Jahre. Ist dies legitim – und ergeben sich Änderungen in der Höhe nach meinem Renteneintritt?

AKTIV: Die Krankenkasse darf ihren Anteil fordern, wie das Bundesverfassungsgericht 2008 bestätigt hat. Die gesetzliche Regel dafür lautet: 120 Monate Beitragspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung für jeweils 1/120 der Auszahlung. Etwas mehr als ein Sechstel geht also an die Kasse.

„Der Renteneintritt ändert daran normalerweise nichts“, so Katrin Wahl vom Marktführer Allianz, „Ausnahme sind die Beschäftigten, deren Entgelt über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.“ Sie müssen zunächst keine Beiträge für die Direktversicherung entrichten, da ja schon ihr Entgelt die Grenze für die Beitragspflicht übersteigt.

Gehen solche Gutverdiener dann in Rente, müssen auch sie Beiträge für die Auszahlung leisten. Aber nicht für alle 120 Monate, sondern nur für die noch verbleibende Zeit.


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Schlagwörter: Private Finanzen

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