Leserfrage

Darlehen in der Familie: Rückzahlung bleibt aus – was dann?

Vertrauen ist gut: Aber einen Kredit im Familienkreis sollte man schriftlich festhalten. Foto: Fotolia

Gertrud N. aus dem Kreis Gifhorn: Meine Mutter (84) hat einem Verwandten vor längerer Zeit 5.000 Euro geliehen und bis jetzt nichts zurückbekommen. Wenn sie ihn anruft, legt er sofort auf. Welche Chance hat meine Mutter, das Geld wiederzubekommen? Leider hat sie nichts Schriftliches in der Hand.

AKTIV: Wir haben das Thema mit dem Kölner Allgemeinanwalt Harald Rotter diskutiert. Ergebnis: Verliehenes Geld kann man nur einfordern, wenn man beweisen kann, dass man es tatsächlich geliehen hat.

Zunächst sollte Ihre Mutter also überlegen, ob es einen Zeugen für die Sache gibt. Oder vielleicht doch irgendwelche Schriftstücke, die diesen privaten Kredit zumindest indirekt belegen.

Rotter empfiehlt dazu einen Trick: Ihre Mutter könnte ja einen netten Brief schreiben, in dem sie das Geld zurückfordert. Dabei sollte sie den Betrag nennen sowie den Tag, an dem sie das Geld übergeben hatte, und eine Frist für die Rückzahlung setzen. Womöglich schreibt der Verwandte ja zurück, dass und warum er nicht zahlen kann oder will – oder er macht irgendeinen Vorschlag zur Rückzahlung. Damit hätte Ihre Mutter dann eventuell genug in der Hand, um vor Gericht ziehen zu können.


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