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Beerdigungskosten: Unklare Verhältnisse?

Thomas H. aus Zwickau: In Ihrem Beitrag über Beerdigungskosten steht, dass die Erben die nicht vom Erbe gedeckten Ausgaben nicht etwa aus ihrem eigenem Vermögen finanzieren müssen: Es treten dann Gesetze in Kraft, wonach man als Angehöriger zur Kasse gebeten wird. Aber Erben sind doch meist die Angehörigen! Das verstehe, wer will…

AKTIV: Man muss Erben und Angehörige hier tatsächlich getrennt betrachten – auch wenn es sich oft (aber nicht immer) um die gleichen Personen handelt. Dazu ein Beispiel:

Ein Mann hat nur eine Angehörige, eine Schwester, mit der er sich zerstritten hat. Deshalb vermacht er per Testament sein Vermögen dem Kegelverein. Am Ende hinterlässt der Mann 1.000 Euro, seine Beerdigung kostet 4.000 Euro. Der Kegelverein ist Erbe, bekommt aber nichts – weil das ganze Vermögen durch das Begräbnis verbraucht wird. Der Verein muss nun allerdings nicht auch noch die verbleibenden Kosten übernehmen. Gemäß der Bestattungsgesetze der Bundesländer sind in so einem Fall die Angehörigen dran, hier also die Schwester. Sie ist nicht die Erbin ihres Bruders – muss aber trotzdem für die restlichen Bestattungskosten aufkommen.


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