Leserfrage

Bearbeitungsgebühren: Was müssen die Banken erstatten?

Foto: Roth

Roman M. aus Ulm: Sie haben berichtet, dass Banken keine Gebühren für eine Kreditbearbeitung nehmen dürfen. Die Gebühr für meinen ersten Kredit habe ich anstandslos zurückbekommen. Bei meinem zweiten Kredit steht „Individualbeitrag“, die Bank will diese 406 Euro nicht zurückerstatten. Gebühr ist doch Gebühr – oder?

AKTIV: „Der ,Individualbeitrag ist im Grunde die rechtswidrige Bearbeitungsgebühr in einem neuen rechtlichen Kleidchen“, erklärt Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Aber ob die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hier übertragbar ist, müssen wohl erst wieder neue langwierige Gerichtsverfahren zeigen.“

In allen anderen Fällen ist laut Nauhauser die Rechtslage klar: Betroffene sollten sich rasch an ihre Bank wenden und die Gebühren zurückfordern.

Stellt sich das Kreditins­titut dann stur oder antwortet nicht, sollte man sofort Hilfe suchen! Denn Ende 2014 verjähren alle nicht geltend gemachten Ansprüche aus den Jahren vor 2012 – und ein Brief des Kunden an die Bank ändert daran noch nichts.

Die Verbraucherzentralen helfen da ebenso wie spezialisierte Rechtsanwälte. Auch den zuständigen Ombudsmann kann man einschalten (ao5.de/bafin). Und je nach Fall kann man sogar einfach einer Sammelklage beitreten: sammelklage1000.de


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