Leserfrage

Bearbeitungsgebühren: Ausnahme für geförderte Kredite?

Richard T. aus Amtzell: Ich habe 2005 einen KfW-Kredit nur zu 96 Prozent ausbezahlt bekommen und den Eindruck, dass meine Hausbank 4 Prozent abgegriffen hat. Vielleicht als Bearbeitungskosten. Was gilt da eigentlich bei KfW-Darlehen?

AKTIV: Da ist die Rechtslage noch unklar. Gebühren für Kreditbearbeitung hat der Bundesgerichtshof zwar für unzulässig erklärt. Aus Sicht der Förderbank KfW ist aber „diese jüngste Rechtsprechung angesichts der Besonderheiten des Fördergeschäfts auf Förderkredite nicht übertragbar“.

Wolfgang Benedikt-Jansen, Vertrauensanwalt der Schutzgemeinschaft für Bankkunden, sieht das anders: „Die Urteile müssten auch für KfW-geförderte Darlehen gelten“, sagt er, „Anspruchsgegner ist aber die Hausbank, die das KfW-Darlehen durchleitet.“

Da Fälle aus der Zeit vor 2012 am Jahresende verjähren, empfiehlt der Jurist ein Einschreiben an den Ombudsmann der Hausbank (Übersicht unter ao5.de/bafin): „Damit wird der Anspruch vorläufig vor der Verjährung gerettet.“


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