Leserfrage

Auslandseinsatz: Frist für den Steuervorteil?

Aufwand fürs Frühstück: Bonjour, Paris! Foto: Fotolia

Uta R. aus Bremervörde: Mein Freund ist dienstlich für längere Zeit nach Frankreich versetzt worden. Kollegen meinen, er müsse nach 90 Tagen wieder eine Weile in Deutschland arbeiten, damit die Aufwandsentschädigung steuerfrei bleibt. Stimmt das? Und kann man da Urlaubstage mit anrechnen?

AKTIV: Der Hinweis der Kollegen zielt in die richtige Richtung. Der Betrieb kann die „Verpflegungsmehraufwendungen“ steuerfrei ersetzen (tut er das nicht, darf der Mitarbeiter sie steuerlich als Werbungskosten geltend machen). Dabei gilt laut Gesetz aber eine Beschränkung „auf die ersten drei Monate einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte“. Weiter heißt es: „Eine Unterbrechung führt zu einem Neubeginn, wenn sie mindestens vier Wochen dauert.“

Neu ist seit Anfang 2014, dass es nun nicht mehr darauf ankommt, warum die auswärtige Arbeit unterbrochen wird: Urlaubszeiten zählen also jetzt mit! Damit würde es sich für Ihren Freund besonders lohnen, vier Wochen Urlaub am Stück zu bekommen.


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Zwei Dinge sind sicher im Leben, weiß der Volksmund – der Tod und die Steuern … Und sicher ist damit auch, dass AKTIV immer wieder Tipps zu Steuerthemen gibt. Wichtige Artikel finden Sie hier.

aktualisiert am 29.09.2017

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