Leserbriefe

Auch Halbwahrheiten

Protest gegen Glyphosat: EU zögert bei weiterer Zulassung. Foto: dpa

„Falsche Angst vor der Chemie“, diagnostizierte AKTIV im Fall des Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Zwar halten Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung die Substanz für sicher. Doch unter dem Druck von Naturschützern droht ihr in Europa das Aus.

Mit der „falschen Angst vor der Chemie“ ist es leider nicht so einfach, wie Sie es darstellen. Auf beiden Seiten wird – mehr oder weniger wissenschaftlich – auch mit Halbwahrheiten und Fälschungen gearbeitet. Viele der vormals hochgepriesenen Gifte werden noch lange in der Nahrungskette wirken. Beim Glyphosat drücken wir uns vor dem Problem resistent werdender Unkräuter, die durch Masseneinsatz entstehen. Wollen wir mit diesen Produkten wirklich eine bessere Welt schaffen?

Uli Lessel,
67061 Ludwigshafen

Daten durchgereicht

Der von Ihnen zitierte Herr Hensel ist der Vorstand einer Behörde, die von der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000 angezeigt wurde, weil sie das Krebsrisiko durch Glyphosat verschleiert. Statt eine Eigenleistung zu erbringen, hat er Daten der Agro-Industrie an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit durchgereicht. Meiner Ansicht nach hat er dadurch seinen Posten verspielt. Wo kämen wir hin, wenn jeder sein Auto selbst durch den Tüv winken dürfte?

Nico DaVinci,
78315 Radolfzell


Mehr zum Thema:

Naturschützer gegen Chemiekonzerne – wer glaubt, das ist wie David gegen Goliath, gewinnt durch den Fall Glyphosat einen anderen Eindruck. Die Umweltlobbys haben in Brüssel so viel Druck aufgebaut, dass das weltweit wichtigste Pflanzenschutzmittel auf der Kippe steht.

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