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Neue Bremse für die Beschäftigung

Warum bekämpft die Große Koalition befristete Arbeitsverträge?

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. Foto: Verband

Die Große Koalition gibt vor, mit ihrem Regierungsprogramm gerade den Arbeitnehmern helfen zu wollen. Doch viele der Maßnahmen würden genau das Gegenteil bewirken. Bestes Beispiel ist die geplante Einschränkung von sachgrundlos befristeten Arbeitsverträgen. Solche Verträge sollen künftig bei Betrieben ab 76 Mitarbeitern nur noch für 2,5 Prozent der Belegschaft erlaubt sein.

Doch damit bekämpft die Politik ausgerechnet jenes Instrument, das maßgeblich zu unserem Jobwunder beigetragen hat. Wir Arbeitgeber gewinnen nämlich mit befristeten Verträgen Flexibilität und können in unsicheren Zeiten leichter Leute einstellen.

Und für Arbeitnehmer bieten solche Verträge Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen oder wieder einzusteigen. In der Metall-Industrie wurden zuletzt mehr als 80 Prozent aller befristet Eingestellten fest übernommen.

Die Politik muss endlich begreifen, dass sie mit immer stärkerer Regulierung den Arbeitnehmern mehr schadet als hilft. Wie heißt es doch so treffend: Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“.


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