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Luftfahrt

Unbemanntes Flugzeug von Airbus bleibt 26 Tage nonstop in der Luft

Airbus stellt mit dem Solar-Flieger „Zephyr S“ einen Weltrekord auf – und plant nun ein noch leistungsfähigeres Nachfolgemodell. Geplant ist, die Lücke zwischen niedrig fliegenden Drohnen und Satelliten zu schließen.

Konditionswunder: Das unbemannte Airbus-Flugzeug fliegt mit der Kraft der Sonne. Foto: Airbus

Konditionswunder: Das unbemannte Airbus-Flugzeug fliegt mit der Kraft der Sonne. Foto: Airbus

Vor dem Start: Der Solarflieger auf einem Flugfeld im amerikanischen Bundesstaat Arizona. Foto: Airbus

Vor dem Start: Der Solarflieger auf einem Flugfeld im amerikanischen Bundesstaat Arizona. Foto: Airbus

Die Flieger-Welt hat einen neuen Rekord: Den Ingenieuren von Airbus ist es gelungen, ein Flugzeug zu bauen, das bei seinem jüngsten Einsatz in den USA 25 Tage, 23 Stunden und 57 Minuten in der Luft blieb – und das ohne einen einzigen Tropfen Treibstoff. Der „Zephyr S“ wird allein von den Solarzellen auf seinen Tragflächen angetrieben, die das unbemannte Fluggerät dank leistungsfähiger Lithium-Schwefel-Akkus auch bei Dunkelheit mit Strom versorgen.

Auf gleicher Flughöhe wie die legendäre Concorde

„Zephyr S“ ist ein echter Ultraleichtflieger. Das Flugzeug wiegt weniger als 75 Kilogramm, obwohl es eine Spannweite von 25 Metern hat. Das aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gebaute Modell ist mit zwei Elektromotoren ausgestattet und fliegt in einer Höhe von bis zu 20.000 Metern über der Erdoberfläche. Zum Vergleich: Das einzige Zivilflugzeug, das bislang in dieser Höhe geflogen ist, war die Concorde; normale Verkehrsflugzeuge bewegen sich meist auf einer Maximalhöhe von 12.000 Metern.

Ziel des „Zephyr“-Programms ist es, die Lücke zwischen niedrig fliegenden Drohnen und Satelliten zu schließen. Die Solarflieger eignen sich laut Airbus unter anderem für Kommunikations- und Navigationsaufgaben, für Grenzschutzmissionen und Meeresüberwachung sowie für die Lokalisierung und Überwachung von Waldbränden.

Damit eröffnen sich zugleich ganz neue Perspektiven für das Katastrophenmanagement. Denn das System ermöglicht eine kontinuierliche und lückenlose Überwachung aus der Luft, mit der sich Veränderungen der Umwelt frühzeitig erkennen lassen. Zudem könnte die Technik dazu beitragen, Internet-Kommunikation in den entlegensten Winkeln der Erde zu realisieren.

Der Nachfolger hat eine Spannweite von 33 Metern

„Dieser erfolgreiche Erstflug ist ein weiterer Meilenstein für uns“, so Jana Rosenmann, die das Drohnenprogramm von Airbus leitet. „Wir werden in den kommenden Tagen alle gewonnenen technischen Daten und Ergebnisse auswerten. Und dann die nächsten Flüge vorbereiten, die in der zweiten Hälfte des Jahres in Westaustralien stattfinden sollen.“

Noch leistungsfähiger als das aktuelle Modell ist die Variante „Zephyr T“, die bereits getestet wird. Sie hat sogar 33 Meter Spannweite und dank eines Doppelrumpfs mehr Ladekapazität.


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