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Windenergie

Nordex installiert Weltrekord-Windrad

In Wennerstorf drehen sich seit einigen Wochen Rotoren, die neue Maßstäbe setzen. Sie sind mit einem Durchmesser von 149 Metern größer als bei allen anderen Turbinen, die bisher auf dem Festland errichtet wurden.

Montage: Die Rotorblätter haben eine Länge von 73 Metern. Foto: Werk

Montage: Die Rotorblätter haben eine Länge von 73 Metern. Foto: Werk

Am Ziel: Der Transport der langen Rotorblätter war eine logistische Herausforderung. Foto: Werk

Am Ziel: Der Transport der langen Rotorblätter war eine logistische Herausforderung. Foto: Werk

Deutschlands Windkraftbranche hat einen neuen Weltrekord. Im Windpark Wennerstorf II, 30 Kilometer südlich von Hamburg, wurde nun ein Rotor montiert, der einen Durchmesser von 149 Metern hat. Die drei Flügel überstreichen eine Fläche von 17.000 Quadratmetern, so viel wie zweieinhalb Fußballfelder. Das übertrifft alle anderen Windkraftanlagen, die bisher auf dem Festland gebaut wurden.

Die drei bei Nordex in Rostock gefertigten Flügel bestehen aus Karbon und Glasfaser. Die Turbine, die sie antreiben, hat eine Nennleistung von 4,5 Megawatt.

Beim Transport musste man Neuland beschreiten

Aufgrund einer Gesamtbauhöhe von 200 Metern sind die Turbinen mit einer radargesteuerten Flugbefeuerungsanlage ausgestattet. Die Leuchten schalten sich nur ein, wenn sich ein Flugobjekt unterhalb von 600 Meter Höhe den Anlagen bis auf vier Kilometer nähert. So wird die nächtliche Signalbeleuchtung lediglich im Bedarfsfall aktiviert.

Auch für die Lieferung der 73 Meter langen Rotorblätter musste man sich etwas einfallen lassen. Aufgrund ihrer Länge kam eine Transportkonstruktion zum Einsatz, bei der das Rotorblatt als einzig verbindendes Element zwischen Vorder- und Hinterachse zugleich die Aufgabe eines klassischen Tiefladers übernahm.

Die Turbinen ersetzen alte Anlagen, die weniger Leistung lieferten

So gingen die Blätter auf die rund 330 Kilometer lange Reise von Rostock nach Wennerstorf. Hier wurden sie auf ein spezielles Fahrzeug umgeladen, das jedes Rotorblatt bis zu 60 Grad aufwärts drehen kann. Dadurch ließen sich die sperrigen Teile am Baumbestand vorbei auf die Baustelle manövrieren.

Ursprünglich bestand der Windpark aus vier Anlagen mit je 1,3 Megawatt Nennleistung. 2015 wurde entschieden, den Standort aufzurüsten und die alten Turbinen durch hochleistungsfähige Neuanlagen zu ersetzen.


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