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Maschinenbauer mit Leib und Seele

Josef Haschke arbeitet seit 50 Jahren bei Schenck Process

Mit 14 Jahren begann Josef Haschke 1968 seine Ausbildung zum Stahlbauschlosser bei Schenck in Darmstadt. „Die großen Maschinen haben mein Herz erobert“, erinnert er sich. Heute ist Schenck Process Weltmarktführer für Messtechnik.

Stolz auf ein seltenes Berufsjubiläum: Josef Haschke mit seinem CSD-Schild. Foto: Scheffler

Stolz auf ein seltenes Berufsjubiläum: Josef Haschke mit seinem CSD-Schild. Foto: Scheffler

Gruppenbild am Erreger: Josef Haschke (Mitte) mitden Kollegen Alex Raus, Halit Sükmem, Burkhard Wolfund Meister Reiner Flauaus (von links). Foto: Scheffler

Gruppenbild am Erreger: Josef Haschke (Mitte) mitden Kollegen Alex Raus, Halit Sükmem, Burkhard Wolfund Meister Reiner Flauaus (von links). Foto: Scheffler

Darmstadt. C, S und D: Das sind die drei stilisierten Buchstaben, die das Logo in der Mitte der Plakette, die Josef Haschke stolz in die Kamera hält, bilden. Sie stehen für Carl Schenck Darmstadt und damit für das, was der 64-Jährige in 50 Jahren im Beruf erlebt und geleistet hat.

Das Schild, früher auf jeder Anlage des renommierten Maschinenbauers zu sehen, hütet Haschke wie einen Schatz. „Logisch, dass ich das mitnehme in den Ruhestand“, so der angehende Pensionär, dessen passive Phase der Altersteilzeit gerade begonnen hat.

1968, als die Welt von Nahostkonflikt, Vietnamkrieg sowie Studenten- und Bürgerprotesten erschüttert wurde, startete der damals 14-Jährige eine Ausbildung zum Stahlbauschlosser bei Schenck. Schon zu der Zeit ist das ein weltweit hoch angesehener Maschinenbauer, der sich auf das Fördern, Messen und Wiegen spezialisiert hat.

Hier fühlt sich Haschke auf Anhieb wohl: „Die großen Maschinen haben mein Herz sofort erobert. Es macht einen ungeheuer stolz, wenn man mit dafür gesorgt hat, dass sie perfekt funktionieren.“ Nach erfolgreichem Abschluss wird er übernommen und geht ins Werk Arheilgen im Darmstädter Norden. Dort montiert er unter anderem Förderanlagen und Schwingmaschinen sowie die Erreger, die die Anlagen erst zum Schwingen bringen. Schon nach wenigen Jahren wird er Vorarbeiter und 1993, nach der Einführung von Gruppenarbeit bei Schenck, Gruppensprecher und stellvertretender Meister.

Internationalem Wettbewerbsdruck standgehalten

Bald danach kommt die große Wende. Der härter werdende internationale Wettbewerbsdruck macht auch vor Schenck nicht halt. 1995 wird umstrukturiert. Arheilgen, ein Carl-Schenck-Werk mit knapp 500 Mitarbeitern, wird geschlossen. Viele Kollegen verlieren ihren Job.

Als klar ist, dass der Erregerbau und damit die Siebmaschinenfertigung bei der neu gegründeten Firma Schenck Fertigung im Hauptwerk weitergehen, holt ihn sein alter Team-Chef Reiner Flauaus als einen der Ersten ins Boot. „Er hat es einfach drauf und alles von der Pike auf gelernt“, so Flauaus.

2005 erfolgt dann die Ausgliederung durch ein Management-Buy-out, und es entsteht als eigenständiges Unternehmen Schenck Process, heute einer der weltweiten Marktführer im Bereich der angewandten Messtechnik mit mehr als 2.500 Beschäftigten weltweit, davon rund 500 in Darmstadt. Und noch immer dabei: das altvertraute Logo CSD und Josef Haschke. Und für ihn steht fest: „Auch heute würde ich wieder zu Schenck Process gehen.“


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