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Sozialer Aufstieg

„Fokus der Politik muss noch stärker auf Bildung, Forschung und Digitalisierung liegen“

Dr. Luitwin Mallmann, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands METALL NRW. Foto: Verband

„Deutschland wird zu einer Klassengesellschaft“ – die These von der fehlenden sozialen Mobilität befeuert immer wieder die politische und mediale Debatte. Die Faktenlage ist eine andere. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt: 63 Prozent der Söhne in Deutschland haben ein höheres Arbeitseinkommen als ihre Väter. Bei den unteren Einkommensgruppen ist der Unterschied noch deutlicher. Die materielle Stellung hängt also nicht vor allem von der Herkunft ab.

Der Aufstieg ist wahrscheinlicher geworden

Wichtig ist aber auch noch ein anderes Ergebnis der Studie: Der Aufstieg ist in den vergangenen Jahrzehnten wahrscheinlicher geworden. So lag das Familieneinkommen der Jahrgänge 1961 bis 1965 nur in 42 Prozent der Fälle über denen der Väter. Bei den Jahrgängen 1971 bis 1975 waren es schon 71 Prozent. Gerade diese Entwicklung ist untrennbar mit den Bildungsreformen seit den 1970er Jahren verbunden.

Wenn der soziale Aufstieg für alle weiterhin sichergestellt werden soll, muss der Fokus der Politik noch stärker auf Investitionen und Innovationen in Bildung, Forschung und Digitalisierung liegen. Das ist die eigentliche Aufgabe der nächsten Bundesregierung.

 

 


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