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Langzeitarbeitslose

„Ein sozialer Arbeitsmarkt ist keine Lösung, weil er am Ende reguläre Jobs bedroht“

Dr. Luitwin Mallmann, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands METALL NRW. Foto: Verband

Unser Land befindet sich im achten Jahr eines robusten Aufschwungs. Das hat erfreuliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Nie waren mehr Menschen in Lohn und Brot als jetzt – auch in NRW. Nach wie vor hoch ist allerdings die Zahl derer, die schon länger als ein Jahr arbeitslos sind. Ziel muss es sein, auch diese Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen.

Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Im sogenannten ersten Arbeitsmarkt geht es um Jobs, die Unternehmen von sich aus anbieten – weil am Markt gefragt und damit auch wettbewerbsfähig. Dass immer noch zu viele Menschen die Voraussetzungen für solche Arbeitsplätze nicht mitbringen, kann viele Gründe haben: Hier fehlt die richtige Qualifikation, da gibt es gesundheitliche Beeinträchtigungen, anderswo passen Ausbildung und regionales Angebot nicht zueinander.

Wir müssen für jeden Langzeitarbeitslosen individuell nach Lösungen suchen

Deshalb ist es wichtig, für jeden Langzeitarbeitslosen individuell nach Lösungen zu suchen. Da können alle mithelfen: Unternehmen, Jobcenter, Kommunen – aber auch die Betroffenen selbst. Ein sozialer Arbeitsmarkt indes kann die Lösung nicht sein: Er mag zwar gut gemeint sein, ist aber schlecht gemacht. Denn er verdrängt im Zweifel reguläre Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt – und führt am Ende zu höherer Arbeitslosigkeit.


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