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Programmieren kinderleicht

Computerwelt: 25 Jugendliche aus sieben Schulen beim Mint-Event „Scratch Day“

Scratch ist eine einfache Programmiersprache, die Jugendliche kürzlich in Witten kennenlernten. Organisiert wurde der "Scratch Day" vom zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr, dem Kompetenznetzwerk des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Stadtbibliothek.

Tüftel-Spaß: Mit der Programmiersprache „Scratch“ kommen die Jugendlichen schnell zurecht. Foto: Higo

Tüftel-Spaß: Mit der Programmiersprache „Scratch“ kommen die Jugendlichen schnell zurecht. Foto: Higo

Witten. Während Grundschüler in Großbritannien oder Estland schon in der ersten Klasse Programmieren lernen, läuft das in unseren Klassen noch nicht flächendeckend.

Zu beobachten war dies auch beim „Scratch Day“ in Witten. 25 Jugendliche aus sieben Schulen hatten sich für das „MINT“-Event angemeldet, das vom zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr, dem Kompetenznetzwerk des Ennepe- Ruhr-Kreises und der Stadtbibliothek Witten organisiert wurde.

Wie Versatzstücke kann der Nachwuchs interaktive Objekte, Grafiken und Töne zusammensetzen

Einige hatten schon in der Schule mit Java zu tun, das Gros betrat jedoch Programmier-Neuland. Genau für diese Zielgruppe hat der US-amerikanische Professor für Lernforschung Mitchel Resnick „Scratch“ entwickelt.

Zur Veranstaltung hat die Landesinitiative Zukunft durch Innovation.NRW (zdi) ein Video gedreht:


„Es ist eine einfache visuelle Programmiersprache“, erklärt zdi-Projektkoordinatorin Kerstin Thiel. Wie Versatzstücke kann der Nachwuchs interaktive Objekte, Grafiken und Töne immer wieder neu zusammensetzen und so Spiele, Animationen oder Geschichten programmieren.

Anleitungen gab es ganz analog – aus Büchern

„Man nutzt Bausteine wie beim Lego, nur am Computer“, so der 14-jährige Teilnehmer Cedric Hohlbein: „Das geht ganz schnell.“

So entwickelte Cedric an diesem Tag in Witten gemeinsam mit Indira Grothaus ein Quiz zum Rolling Stone Mick Jagger. Rockmusik lautete ihr Thema. Andere Zweier-Teams ließen sich zu Sport, Umwelt und Naturschutz, Computer und Technik sowie dem Ruhrgebiet etwas einfallen. Eine Bedingung war: Mindestens ein Buch aus der Bibliothek in das Projekt einbinden.

Die Programmiersprache ist kostenlos und werbefrei

Den Wert von Büchern hatte Indira, die zum ersten Mal programmierte, schon nach dem Einführungs-Workshop erkannt: „Ich hab mir direkt Anleitungen zum Scratchen ausgeliehen.“ Das Reinfinden sei anfangs schon schwer. „Aber dann macht es richtig viel Spaß.“

Die Programmiersprache ist kostenlos und werbefrei, Ergebnisse, Tipps und Fragen werden in einer internationalen Community geteilt. Dort haben auch die Wittener Jugendlichen ihre Projekte hochgeladen – die können so von Millionen Nutzern weltweit gespielt werden.

Weitere Informationen

scratch.mit.edu

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