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Mini-Zinsen für die Immobilienfinanzierung sichern

Baukredit: Wie man bei der Anschlussfinanzierung viel Geld spart

Nach zehn Jahren kann man einen Baukredit kündigen. Das lohnt sich derzeit sehr, weil die Zinsen so niedrig sind. Die Anschlussfinanzierung bei der bisherigen Bank machen? Kann man, muss man aber nicht! Worauf man dabei alles achten muss.

Baugeld von der Bank: Auch bei der Anschlussfinanzierung sollte man gründlich vergleichen – das spart oft Tausende Euro. Foto: Fotolia

Baugeld von der Bank: Auch bei der Anschlussfinanzierung sollte man gründlich vergleichen – das spart oft Tausende Euro. Foto: Fotolia

Köln. Achtung: Wer 2010 oder früher sein Immobiliendarlehen aufgenommen hat, der sollte sich jetzt mal um die Anschlussfinanzierung kümmern!

„Wie bitte?“, mag da mancher einwenden, „ich habe doch damals einen Kreditvertrag über 20 Jahre abgeschlossen.“ Ganz egal! Schon nach zehn Jahren Laufzeit kann man so ein Darlehen einseitig kündigen. Das kostet nichts. Und die Bank kann sich nicht wehren. Denn diese Regel steht einfach im Gesetz (genauer: in Paragraf 489 des Bürgerlichen Gesetzbuchs).

Frühzeitige Anschlussfinanzierung per Forward-Darlehen

„Bei mir sind diese zehn Jahre aber erst 2021 um …“ Macht nichts. Man kann da trotzdem schon mal aktiv werden – und sich die aktuell immer noch sehr günstigen Bauzinsen mit einem „Forward-Darlehen“ für später sichern. Wichtige Tipps dazu finden Sie hier auf AKTIVonline.

„Na gut“, werden viele glauben, „unsere Hausbank macht ja wohl automatisch ein gutes Angebot für die Restlaufzeit.“ Eher nicht! Der Markt für Anschlussfinanzierungen ist leider nicht sonderlich transparent. Aber Verbraucherschützer sind sich einig: Von alleine bieten Banken ihren altgedienten Eigenheimern erst mal zweitklassige Konditionen, wenn der erste Baukredit ausläuft. Bei blinder Treue zahlt man drauf.

Kreditvermittler finden günstige Angebote

„Aber wer zeigt mir gute Alternativen?“ Ganz einfach: Das machen Kreditvermittler, zum Beispiel die Firmen Dr. Klein, Interhyp oder Planethome. Damit man die Konditionen vergleichen kann, muss man identische Rahmenbedingungen vorgeben: Der Tilgungssatz, die Laufzeit und die Restschuld, also der neue Darlehensbetrag, müssen identisch sein. Dann reicht es aus, den effektiven Jahreszins zu vergleichen, um das beste Angebot zu finden.

„Wäre ein Bankwechsel nicht mühsam und teuer?“ Nein. Normalerweise hilft die neue Bank bei der Abwicklung des Formalkrams. Die Grundschuld muss bei einem Wechsel nicht gelöscht und neu eingetragen werden, vielmehr kann die alte Bank die Grundschuld an den neuen Kreditgeber abtreten. Auch so eine Abtretung kostet zwar etwas Geld – das ist meistens aber nur ein Bruchteil der durch die besseren Konditionen eingesparten Zinsen. Und oft genügt es sogar schon, der Hausbank das bessere Angebot der Konkurrenz zu zeigen – ratzfatz wird der neue Kredit bei der alten Bank günstiger!

Besonders günstig: Volltilgerdarlehen

„Ach ja: Ich könnte jetzt eine höhere Monatsrate verkraften als früher.“ Prima! Dann könnte sich als Anschlussfinanzierung ein sogenanntes Volltilgerdarlehen ergeben, zu noch niedrigeren Zinsen.

„Und worauf sollte ich sonst noch achten?“ Natürlich sollte auch der Anschlusskredit – ob nun bei der alten oder aber einer neuen Bank – möglichst flexibel sein. Das heißt: Eine Änderung der Tilgungsrate sollte ebenso kostenlos möglich sein wie regelmäßige Sondertilgungen.


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