Chancen

Zur Leistung (ver-)führen


Durchblick in der Fertigung Fatna Afif legt bei Carl Zeiss Sport Optics zur Beschichtung Linsen in eine Kalotte. Fotos: Scheffler (2)

Arbeitswissenschaftliches Forum 2010 informierte über Leistungszulagen

Mainz. Mehr Fairness bei der Beurteilung von Leistung, bessere Motivation und gerechtere Zulagen: Das wünschen sich Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Wie man dieses ehrgeizige Ziel erreicht, war Thema des arbeitswissenschaftlichen Forums, das vor kurzem in Mainz stattfand.

Rund 300 Arbeitgeber waren zu der Veranstaltung gekommen. Die Personalverantwortlichen zeigten sich einig: Eine faire Leistungsbeurteilung wird auch von den Mitarbeitern nach anfänglichen

Widerständen als Chance gesehen, dass ihre persönliche Leistung gerechter bewertet und die Leistungszulage angemessener zugeteilt wird.

Entgelte werden gerechter

„Wir haben einfach ein besres Gefühl, seit wir eine systematische Leistungszulage im Betrieb haben“, sagt Bernhard Cloos, Geschäftsführer der Doering GmbH in Sinn, einer Eisengießerei mit 150 Beschäftigten. Doering baut dabei auf den ERA-Beurteilungsbogen, der Bestandteil des Entgeltrahmenabkommes (ERA) ist.

Auch bei ESAB Cutting Systems hat man gute Erfahrungen gemacht. ESAB entwickelt und produziert mit 210 Mitarbeitern in Karben thermische Schneideanlagen. Über die Ergebnisse der ersten systematischen Leistungsbeurteilung haben nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Führungskräfte gestaunt“, so Personalleiter Uwe Szam.

Dr. Helmut Rau, Geschäftsführer Tarifwesen von Hessenmetall, versteht das nur zu gut: „Eine angemessene Leistungszulage ist eine echte ,Win-Win-Situation‘ für Beschäftigte und Unternehmer. Das heißt: Jeder gewinnt.“

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