Ran an die Stoßstange

Zulieferer Magna lockt mit Ausbildungsplätzen rund ums Auto

Obertshausen. Spiegelglatt muss sie sein, nichts darf die Oberfläche der Stoßstange beeinträchtigen. „Nur makellose Teile werden zur Auslieferung freigegeben“, erklärt Frank Müller den Auszubildenden beim Besuch in der Qualitätssicherung.

Als Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung bei Magna in Obertshausen weiß er alles über die Anforderungen in der Produktion des Unternehmens und gibt sein Wissen gerne weiter: „Wir haben hier die modernsten Anlagen, da brauchen wir Mitarbeiter, die sich damit bestens auskennen.“

Spritzguss- und Lackieranlagen arbeiten rund um die Uhr

Der Betrieb gehört zum Magna-Konzern, einem börsennotierten Automobilzulieferer mit weltweit über 130.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 37 Milliarden US-Dollar. Das Werk in Obertshausen hat sich mit seinen rund 1.400 Beschäftigten ganz auf die Produktion von Stoßfänger-Systemen konzentriert. Mit 20 Spritzgussmaschinen und hochmodernen Lackieranlagen werden rund um die Uhr Stoßfänger, Montageträger, Kühlergitter und Unterfahrschutz produziert und just in time an Automobilhersteller geliefert.

Termintreue, Spitzenqualität und Kundenservice sind ein absolutes Muss. Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter haben einen entsprechend hohen Stellenwert. Ausgebildet werden Elektroniker, Mechatroniker, Werkzeugmechaniker sowie Verfahrensmechaniker in den Fachrichtungen Kunststofftechnik und Beschichtungstechnik.

Felix Amerschläger hat einen qualifizierten Hauptschulabschluss und will Werkzeugmechaniker werden. „Das macht mir richtig Spaß, und auch die Zusammenarbeit mit den anderen ist klasse“, schwärmt der 17-Jährige.

Abiturient Philipp Göbel lernt Mechatroniker: „Ahnung von Mathe und Physik sollte man haben, aber auch offen und kommunikativ sein, um so eine Ausbildung gut zu meistern. “

Wenn es dennoch mal klemmt, hilft Magna durch Sonderkurse oder individuelle Unterstützung und spezielle Ausbildungsmodule, zum Beispiel zur Schulung von Sozialkompetenzen. Partner ist dabei das Bildungswerk der hessischen Wirtschaft.

Müller ist von dem Ausbildungskonzept überzeugt: „Wir achten nicht nur auf technisches Wissen, sondern auch darauf, dass sich die Leute hier wohlfühlen und gut drauf sind, denn dann stimmt die Leistung von ganz allein.“


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