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Zukunft auf Schritt und Tritt


Bodenverlege-Spezialist Uzin Utz investiert kräftig in die Forschung

Ulm. Wir treten ihn mit Füßen: den Fußboden! Der muss was aushalten: Tausende von Schritten in Einkaufscentern, in Flughäfen, Schulen, Krankenhäusern oder Firmen. Damit Belag und Untergrund standhalten wird ständig daran getüftelt.

AKTIV sprach darüber mit Johannis Tsalos, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung beim Bauchemie-Konzern Uzin Utz in Ulm.

AKTIV: Sie bauen  zurzeit ein Forschungszentrum für Fußboden-Verlegewerkstoffe. Wofür braucht man das?

Tsalos: Uzin Utz setzt ganz klar auf Innovationen. Bereits im kommenden Jahr wollen wir die Hälfte unseres Umsatzes mit Produkten machen, die nicht älter sind als fünf Jahre. Zudem spielen Nachhaltigkeit und Ökologie eine immer größere Rolle.

AKTIV: Das klingt nach mehr Klimaschutz.

Tsalos: Wir wollen Nachhaltigkeitsprimus werden. Darum entwickeln wir unsere Produkte so, dass sie zu einer sehr guten Umweltbilanz der Gebäude beitragen.

AKTIV: Primus? Diesen Anspruch muss man aber beweisen können.

Tsalos: Stimmt. Die Umweltleistung spezieller Produkte belegen wir jetzt als erstes Unternehmen der Branche. Umwelt-Produkt-Deklarationen, die sogenannten EPDs, berücksichtigen den kompletten Lebenszyklus von Produkten. Sie werden vom Institut für Bauen und Umwelt validiert, also offiziell bestätigt.

AKTIV: Was steht denn drin in so einem „Produkt-Pass“?

Tsalos: Etwa, wie viele nachwachsende Rohstoffe enthal-ten sind, Ökobilanz-Daten und Inhaltsstoff-Deklarationen. Wie viel Strom und Wasser verbraucht die Erzeugung? Wie viel Treibhausgase entstehen bei der Produktion? Welcher Primärenergie-Bedarf ist notwendig? So erstellen wir für unsere Verlegewerkstoffe einen quantifizierten Nachweis.

AKTIV: Was bringt das neue Forschungszentrum?

Tsalos: Zunächst einmal mehr Platz und ein modernes, kommunikatives Arbeitsumfeld. Zudem bündeln wir unsere Kapazitäten. Die Entwicklungsmannschaften für Klebstoffe und für Trockenmörtel sowie die damit zusammenhängende Qualitätssicherung sind bisher in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Künftig arbeiten alle unter einem Dach.

AKTIV: Werden Sie mehr Mitarbeiter beschäftigen?

Tsalos: Ja. Insgesamt ist die Kapazität in der Forschung und Entwicklung auf 55 Mitarbeiter ausgelegt.

Interview: Gabriele Koch-Weithofer

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