Karriere im Betrieb

Zuerst kommen die eigenen Mitarbeiter


Pleiger Thermoplast setzt auf Weiterbildung und lange Betriebszugehörigkeit

Raisdorf (Kiel). Der Tipp kam aus der Verwandtschaft. Michael Schweichel hatte als gelernter Automechaniker mit Kunststoff wenig im Sinn, als er bei der Pleiger Thermoplast GmbH einen Arbeitsplatz fand. Das ist 21 Jahre her.

Heute weiß er aus dem Effeff, wie thermoplastische Kunststoffe hergestellt werden. Handwerkliches Geschick und die richtige Einstellung zum Job haben aus dem ehemaligen Mitarbeiter der Zuschneiderei den Verantwortlichen der Arbeitsvorbereitung gemacht.

Viele Jahre im Betrieb

Eine Karriere, wie sie typisch ist für Pleiger in Raisdorf nahe Kiel. Jahrzehntelange Betriebszugehörigkeit ist für die 50-Mitarbeiter-Firma normal. Ständige Weiterbildung und eine hohe Qualität der Arbeit sind Garanten für den beruflichen Aufstieg. „Verantwortungsvolle Arbeitsplätze versuchen wir immer  zuerst  mit eigenen Mitarbeitern zu besetzen“, sagt Geschäftsführer Olaf  Wissenbach.

Bei Pleiger Thermoplast fertigen große Extruder Halbzeuge aus Granulat. Das sind Hohlstäbe und Platten unterschiedlichster Stärke und Ausmaße. Vor allem der Maschinenbau benötigt sie und bearbeitet sie weiter. Das Unternehmen sieht sich in erster Linie als Partner des technischen Fachhandels.

Wissenbach nennt es „unser Kerngeschäft“. In der mechanischen Bearbeitungshalle setzen  computergesteuerte Bearbeitungsmaschinen alle Wünsche der Kundschaft um, die aus dem Rohmaterial unterschiedlichste einbaufertige Teile benötigen.

Das Konzept geht auf: Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Das Traditionsunternehmen, das besonders von jahrzehntelang  gepflegten Kontakten lebt, ist sich seiner Qualität sicher. „Wir haben es in unserer Branche nicht mit Hightech und großen Stückzahlen zu tun“, erklärt Geschäftsführer Wissenbach. „Zuverlässigkeit und Flexibilität garantieren unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Produktion könnte verdoppelt werden

Deutschland ist (noch) der große Absatzmarkt, relativ selten wird ins europäische Ausland geliefert. Das könnte sich möglicherweise aber bald ändern. Denn die Muttergesellschaft im nordrhein-westfälischen Witten, die neben dem Kunststoffbereich vor allem auch im Maschinenbau und der Elektronik mit Fertigungsstätten in USA, China und Korea tätig ist, hat der norddeutschen Tochter ein zusätzliches Produktionsgelände gekauft.

Mittelfristig könnte die Produktion der Pleiger Thermoplast GmbH dann verdoppelt werden. Michael Schweichel würde das freuen. „Unser Team ist hochmotiviert“, sagt er – nicht nur als Verantwortlicher der Arbeitsvorbereitung, sondern auch als Betriebsratsvorsitzender. 

Werner Fricke

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