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Spaß haben und für später sparen

Workshop vermittelt Azubis Tipps für Geldanlage und Absicherung

Was tun mit dem ersten selbst verdienten Geld? Alles raushauen? Besser ist: Mit Sparen und Altersvorsorge loslegen. Sich gegen Berufsunfähigkeit versichern. Das lernten Azubis auf einem Workshop von „Coaching in der Ausbildung“.

Trend aus Indien: Holi-Farbrausch-Festivals gibt es auch in Hamburg und Hannover. Foto: dpa

Trend aus Indien: Holi-Farbrausch-Festivals gibt es auch in Hamburg und Hannover. Foto: dpa

Gebannte Zuhörer: Experte Martin Kinkel referiert über Finanzplanung. Foto: Verband

Gebannte Zuhörer: Experte Martin Kinkel referiert über Finanzplanung. Foto: Verband

Beeindruckt: "Ich hatte keine Vorstellung, worauf man alles achten muss", sagt Azubi Lorenz Wehr. Foto: Verband

Beeindruckt: "Ich hatte keine Vorstellung, worauf man alles achten muss", sagt Azubi Lorenz Wehr. Foto: Verband

Hannover. Nichts wie hin. Zum Holi-Farbrausch-Festival oder zum Open-Air-Rock. Abtanzen, feiern, das Leben genießen. Mit dem ersten eigenen Lohn in der Tasche macht das riesig Spaß. Vor allem, wenn man nicht gleich die ganze Kohle auf einmal raushaut.

Wie man Spaß hat und zugleich geschickt mit dem ersten selbst verdienten Geld umgeht, erfuhren zehn junge Leute kürzlich beim „Coaching in der Ausbildung“. Dieses Programm des Arbeitgeberverbands gibt Azubis die Gelegenheit, in Workshops neben der Lehre soziale und weitere Kompetenzen aufzubauen.

Vorsicht bei der Auswahl des Finanzberaters

Etwa in Schuldenprävention, Finanzplanung, bei Versicherungen und Geldanlage. Dozent Martin Kinkel rät, frühzeitig mit Sparen und Altersvorsorge loszulegen: „Wer als junger Erwachsener zehn Jahre Vermögensaufbau verpasst, hat im Alter 21 Jahre früher sein Vermögen aufgebraucht“, mahnt der Experte, der auch in Firmen Workshops zu Finanz- und Steuerthemen hält.

„Augen auf“, heißt es bei der Auswahl des Finanzberaters. Ein guter Berater analysiere genau die Lebens- und Finanzsituation, lasse dem Kunden Zeit zu überlegen, kläre über Risiken auf und erläutere wichtige Punkte eines Vertrags vor dem Abschluss.

An den Anfang der Finanzplanung gehöre die Risikovorsorge. Ganz wichtig sei die Berufsunfähigkeitsversicherung, weil die gesetzliche Erwerbsminderungsrente im Fall des Falles nicht ausreiche. Nötig sei auch eine private Haftpflicht – es sei denn, man sei noch bei den Eltern mitversichert.

"Hatte keine Vorstellung, worauf man alles achten muss"

Möglichst früh solle man beginnen, Vermögen zu bilden. Etwa über eine Lebensversicherung, Sparverträge, eine Altersvorsorge. Denn auch wenn der Bruttolohn über die Jahre zunehme, reiche die Altersrente nicht, um den gewohnten Lebensstandard fortzuführen, wie Kinkel vorrechnete.

Das sorgte für Aha-Erlebnisse. „Ich hatte vorher kaum eine Vorstellung, worauf man alles achten muss!“, sagt Lorenz Wehr. Der 18-jährige Auszubildende von Sartorius findet: „Das hat mich weitergebracht. Jetzt weiß ich, wie ich vorgehe und den Überblick über die Ausgaben behalte.“


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