Gummi zum Anfassen

Womit der Kautschuk-Stand auf der IdeenExpo Jugendliche begeisterte


Hannover. Eine grüne Schnur, eine gelbe, eine rote: Einzeln sind sie nichts Besonderes – doch mit etwas Fantasie lässt sich ein schickes Armband flechten! Das haben die Besucher schnell erkannt, vor allem die weiblichen.

Spielerisch eingetaucht in die Welt dieser wichtigen Branche

„Toll, dass man hier kreativ werden und so was ausprobieren kann“, findet Carolin Waldmann (14) aus Osterode. Es sind Mitmach-Angebote wie diese, mit denen die Kautschuk-Industrie auf der IdeenExpo, Europas größter Technikschau für Jugendliche, in der letzten Augustwoche wieder Tausende Besucher an ihren Stand lockt: Spielerisch, ganz nebenbei, tauchen die Kids in die vielseitige Welt dieser wichtigen Branche ein.

Hinter der Gummibänder-Aktion stehen das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie (DIK) und die Jäger-Gruppe in Hannover. „Die Bänder haben wir mit einem sogenannten Extruder aus Materialkrümeln geformt“, erklärt Institutsmitarbeiter Klaus Klie. „Die Besucher können die Farben frei wählen.“ Die Stände, an denen man aus den Bändern Schmuck basteln kann, sind umringt von Schülern.

44 Liter Luft finden Platz in einem Kondom

Was ein paar Meter weiter auch für das Exponat der Mapa GmbH aus Zeven gilt: Beim „Bersttest“ pumpt man ein Kondom mit Luft auf, bis es platzt. Mapa-Azubi Jannek Brünjes: „Die meisten sind überrascht, dass es so dehnbar ist.Und 44 Liter Luft reinpassen!“

Gummi eben. Dass sich daraus auch Alltagsgegenstände herstellen lassen, zeigen Auszubildende der KKT Frölich GmbH aus Osterode: Sie lassen aus einer Kaut­schuk-Masse durch Vulkanisation eine Tasse entstehen. Auch hier dürfen die Schüler die Farbe selbst bestimmen. Klarer Vorteil im Vergleich zur Porzellantasse: Gummi geht beim Runterfallen nicht kaputt.

„Die Mitarbeiterin eines Altenheims wollte gleich einen ganzen Schwung bestellen“, erzählt Nadine Kleineidam von der KKT-Standbesatzung. Sie musste freilich antworten: Die witzigen Tassen gibt’s nur für die IdeenExpo.

Wie auch die Kautschuk-Armbänder, die man via Laser mit dem eigenen Namen versehen kann. Möglich macht’s die ebenfalls in Hannover ansässige Jäger-Gruppe – ein IdeenExpo-Aussteller der ersten Stunde. Sophia Keferstein, Assistentin der Geschäftsleitung: „Der Technikevent ist der perfekte Ort, um Schülern das Thema Kautschuk schmackhaft zu machen und ihnen die Berufe in unserem Unternehmen vorzustellen.“

Und DIK-Mitarbeiter Klie bestätigt: Jugendliche nutzen das Spektakel tatsächlich zur Berufsfindung: „Die sprechen mich direkt an, wo man denn was mit Gummi studieren könne.“ So einfach geht Nachwuchskräftewerbung!

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang