Mittelstand

Wohin bloß mit dem Apfel?


„Ordnung soll Spaß machen“: Damit hatte OKT Germany auch 2009 Erfolg

Stemwede. Der Chef stapelt nicht tief: Auch 2010 schaffe man neue Arbeitsplätze in Ostwestfalen, sagt Volker Beckschulte, Sprecher der Geschäftsführung von OKT Germany in Stemwede. Und fügt hinzu: „Wir wollen ganz gezielt in dieser Zeit nochmals das Ausbildungsangebot steigern.“ Bereits jetzt liegt die Ausbildungsquote mit fast 10 Prozent doppelt so hoch wie im Branchenmittel.

OKT produziert Haushaltswaren – und bietet überall dort Lösungen an, wo im Alltag clevere Hilfe aus Kunststoff denkbar ist. Mit Eimern, Schüsseln, Boxen, zum Sortieren, für den Hausputz oder zum Frischhalten, zum Kochen, Backen oder Einfrieren. In allen Größen und Farben, stapel- oder klappbar, für jeden Einsatzzweck im Haushalt. „Wir fertigen zwar keine Hightech-Produkte“, sagt der technische Geschäftsführer Axel Schulze. „Aber wir müssen deshalb nicht weniger innovativ sein als andere Industrie-Unternehmen.“

Ausgezeichnetes Ergebnis erzielt

Gemeint ist: Trends aufspüren, eine Design-Sprache entwickeln, um vom Endkunden wiedererkannt zu werden – und dabei ein besonders günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis bewahren. Wie geht das bei einem Massenprodukt, das vor allem in Super- und Baumärkten zu haben ist? „Darin liegt unser Know-how“, sagt Schulze. „Unsere Vertriebsspezialisten sitzen sehr eng mit dem Marketing und der Fertigung an einem Tisch.“ Und dann gilt es, Lösungen zu finden, wenn eine große Supermarktkette mal eben 300.000 Eimer ordert oder Sonderaktionen im Umfeld der Fußball-WM anstehen. Schulze betont: „Wir sind es gewohnt, mit extrem spitzem Bleistift zu rechnen.“

Mit Erfolg: Von Krise ist hier nichts zu spüren. OKT Germany hat 2009 nach eigenen Angaben seine marktführende Position bei Kunststoff-Haushaltswaren verteidigt, den Vorjahresumsatz gehalten, ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt und in Stemwede neue Jobs geschaffen.

Die Fluktuation der Mitarbeiter ist gering, Know-how geht kaum verloren. „Doch das allein reicht nicht“, betont Schulze. „Die Mischung macht’s: Erfahrung auf der einen Seite, frische Ideen auf der anderen.

„Ein Hauch von Orient“

Ein Beispiel dafür ist Bettina Rust. Sie studierte im mondänen Lugano Kommunikationswissenschaft, seit November 2009 sammelt sie als Marketing-Mitarbeiterin bei OKT erste Erfahrungen in der Industrie. „Ich habe schnell gelernt, dass Kunststoff alles andere als grau und trocken ist“, sagt sie. So lächeln von den praktischen Boxen im Kinderzimmer wahlweise „Barbie“ oder die „Hot Wheels“-Autos. Und im Baumarkt will sie mit indischen Farbwelten „einen Hauch von Orient“ durch die Gänge wehen lassen. „Wir dürfen ruhig eigene Akzente setzen“, sagt Bettina Rust, „Ordnung soll Spaß machen!“

 

Info: OKT Germany GmbH

Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren ein Lieferant für Haushaltswaren aus Kunststoff. Mehr als 500 Mitarbeiter und Auszubildende aus den Bereichen Verwaltung, Lager, Produktion und Werkzeugbau arbeiten in drei hochmodernen Fertigungsstätten: Stemwede in Deutschland, Gembloux in Belgien und Bydgoszcz in Polen.

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