Automobil

"Wir geben Rost keine Chance"


Die Assmus Metallveredelung ist Spezialist für Oberflächentechnik

Dietzenbach. Zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung  – das ist für die großen deutschen Autohersteller die Regel. „Die Zusage kommt nicht von ungefähr“, sagt Reinhard Teichmann, Geschäftsführer der Assmus Metallveredelung in Dietzenbach. „Ohne Betriebe wie uns könnte dieses Versprechen jedoch kein Autobauer guten Gewissens geben.“

30 Prozent Verlust durch Korrosion

Mit rund 150 Jahren Erfahrung in der Oberflächenveredelung gehört der Mittelständler zu den Traditionsbetrieben in der Galvanotechnik und zählt bundesweit zu den „Top Fünf“ der Branche. Fachgebiet ist die Entwicklung innovativer Oberflächen zum Schutz hochwertiger Bauteile.

Täglich liefern Kunden aus vielen Branchen Tausende von Teilen aller Größenordnungen in den Fertigungsstätten von Assmus an. In einem aufwendigen Verfahren werden die Teile dann vor Rost, dem Zahn der Zeit, geschützt.

Jedes Jahr gehen etwa 30 Prozent Wertschöpfung aus der Produktion durch Korrosion und Verschleiß verloren. Moderne Oberflächentechnologie kann das verhindern.

 Eines der wichtigsten Verfahren, um Korrosion entgegenzu- wirken, ist die galvanische Oberflächenbeschichtung. Als erstes Unternehmen bot Assmus bereits 1991 eine Beschichtung  in  Zink-Nickel an. „So eine Legierungsschicht bietet höchsten Schutz auch im Motorraum und im Streusalzbereich“, so Teichmann.

50 Produktionseinheiten stehen zur Verfügung, von Halbautomaten bis zu Anlagen, die bei besonders komplizierten Teilen komplett von Hand bedient werden. Eigene Labors und Prüfeinrichtungen sichern die Qualität.

Gerade wird eine weitere Anlage für Zink-Nickel-Trommelbeschichtungen eingerichtet,  die zusätzliche 2.500 Tonnen besonders empfindlicher Metallteile pro Jahr extrem schonend beschichten wird. „Eine der modernsten dieser Art in Deutschland“, freut sich Galvanomeister und Betriebsleiter Werk 1, Hans-Joachim Kaiser.

Durch die Just-in-time-Lieferungen in der Auto-Industrie müssen auch hier die Anlagen rund um die Uhr laufen. Bei Auftragsspitzen wird auch am Wochenende gearbeitet. „Wir wollen alle, dass der Betrieb gut läuft. Also müssen wir was tun und flexibel sein, um unseren Arbeitsplatz zu erhalten“, sagt Betriebsratsmitglied Arif Apandag. Er ist seit 1986 bei Assmus und arbeitet bereits in zweiter Generation bei dem Familienunternehmen.

Belegschaft wächst ständig

In den letzten Jahren konnte Assmus kontinuierlich wachsen. Ständig wurde in den Betrieb investiert, viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Personalchefin Dorothea Christ: „Jedes Jahr stellen wir bis zu zehn neue Mitarbeiter ein. Das Thema Aus- und Weiterbildung liegt uns sehr am Herzen, da Galvaniseure und andere Fachkräfte sehr gesucht sind.“

Maja Becker-Mohr

 

Info: Assmus Metallveredelung

Das Unternehmen wurde 1864 in Frankfurt gegründet und ist bis heute im Familienbesitz. Assmus gehört damit zu den traditionsreichsten Firmen in der Galvanotechnik.

Aktuell beschäftigt die Assmus-Gruppe rund 200 Mitarbeiter, der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei circa 22 Millionen Euro.

www.assmus-gmbh.de

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