Interview

„Wir bieten Raum für jeden“


Auswahl in vielen Berufen: Röchling Automotive in Worms bildet zum Beispiel Verfahrensmechaniker aus. Foto: Sandro

Das richtige Sprungbrett ins Berufsleben

 

 

Die Zahl der Ausbildungs-plätze in der rheinland-pfälzischen Chemie ist gestiegen. 1.460 Stellen boten die Firmen 2011 an – 5 Prozent mehr als im Vorjahr. AKTIV sprach mit Bernd Vogler, Chef des Arbeitgeberverbandes Chemie Rheinland-Pfalz, über die erfreuliche Entwicklung.

 

 

 

AKTIV: Herr Vogler, wie erklärt sich der positive Trend?

 

 

 

Vogler: Den haben wir zum großen Teil dem Mittelstand zu verdanken. Er investiert kontinuierlich in kluge Köpfe und somit in die eigene Zukunft. Auch in der Krise blieben die Zahlen stabil.

 

 

 

AKTIV: Wie sind die Chancen für Berufseinsteiger 2012?

 

 

 

Vogler: Wir werden auch in Zukunft qualifizierte Kräfte brauchen. Die Chemie in Rheinland-Pfalz ist ein sehr gutes, tragfähiges Geschäftsmodell, und deshalb gehe ich davon aus, dass der Trend stabil bleibt.

 

 

 

AKTIV: Was für Anforderungen sind gefragt?

 

 

 

Vogler: Das kann ich nicht pauschal beantworten. Wir brauchen Nachwuchs in der Breite und bieten Raum für jeden Interessierten. Eine Eins in Chemie ist nicht in allen Bereichen gefragt. Die Branche hat schließlich viele Gesichter. Es gibt neben den naturwissenschaftlichen Berufen ja auch die kaufmännischen, technischen oder juristischen Berufe.

 

 

 

AKTIV: Haben benachteiligte Jugendliche eine Chance?

 

 

 

Vogler: Ja, wir helfen Bewerbern, die noch nicht so weit sind, eine klassische Ausbildung zu beginnen. In Rheinland-Pfalz ist deshalb kürzlich das Programm „StartPlus“ speziell für mittelständische Unternehmen gestartet.

 

 

 

AKTIV: Was hat die Chemie für Abiturienten zu bieten?

 

 

 

Vogler: Sie können in vielen Bereichen duale Studiengänge absolvieren. Das Angebot hat sich in den vergangenen Jahren stetig nach oben entwickelt. Es gibt bereits 124 Plätze für eine solche Ausbildung.

 

 

 

AKTIV: Durch welche Trends entstehen Arbeitsplätze?

 

 

 

Vogler: Themen wie die Energiewende und der Klimaschutz werden eine wichtigere Rolle spielen. Ohne Chemie geht da nichts. Für Rheinland-Pfalz ist das eine große Chance, denn unsere Innovationskraft ist international gefragt. Sie wird einen großen Beitrag leisten – zum Beispiel in puncto Werkstoffe für Erneuerbare Energien, energieeffizientes Bauen und Elektromobilität. Und dafür brauchen wir innovative Köpfe.

 

 

 

 

 

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