Die Umwelt schonen

Wie Siemens Gas, Strom und Wasser spart


Das Siemens-Schaltanlagenwerk in Frankfurt-Fechenheim schont die Umwelt und setzt Maßstäbe bei Nachhaltigkeit

Frankfurt. Erdgasverbrauch reduziert um 67 Prozent, Stromverbrauch um 52 Prozent, Wasserverbrauch um 65 Prozent. 30 Prozent weniger Abfall und 65 Prozent weniger Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2)! „Unsere Umweltbilanz kann sich wirklich sehen lassen“, sagt Martin Betzmann, Standortleiter des Siemens-Schaltanlagenwerkes in Frankfurt-Fechenheim.

Sein Werk gehört beim Umweltschutz und der Energie-Effizienz in der Produktion konzernweit zu den Vorreitern. Hier wurde das 2006 formulierte firmeninterne Ziel, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß bis Ende 2011 um 20 Prozent zu senken, deutlich übertroffen. Siemens ist mit seinen 360.000 Beschäftigten weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien.

40 Prozent des Konzernumsatzes, der im vergangenen Jahr bei 73,5 Milliarden Euro lag, entfallen auf grüne Produkte und Lösungen, die sich unter anderem um die effiziente Verwendung von Energie drehen.  Im Werk Fechenheim beschäftigt Siemens 1 250 Mitarbeiter. Sie entwickeln und produzieren Schaltanlagen, die in allen Verteilungsnetzen zum Einsatz kommen, ob im Energienetz von Hongkong oder im Trafo-Häuschen an der Ecke.

Wasser sparen durch Kreislaufsystem

In den vergangenen Jahren investierte der Konzern mehr als 30 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Standortes. Und die Abläufe in der Produktion kamen auf den Prüfstand.

Das Ziel: Alle Möglichkeiten zum Einsparen von Energie, Wasser und Abfallmengen ausschöpfen. So muss durch die Anschaffung einer Zentrifuge für eine Schleifanlage das Prozesswasser nicht mehr entsorgt werden. Stattdessen wird es in einem Kreislaufsystem wiederverwendet. Das spart pro Jahr 250.000 Liter Wasser.

Der Verschnitt von Blechteilen konnte mithilfe der Computertechnik gesenkt werden. Dadurch fällt weniger Abfall an. Statt Holzpaletten werden Bleche und Kupferstangen auf Pendel-Verpackungen aus Stahl transportiert. Betzmann: „Damit verbrauchen wir 230 Tonnen weniger Holz und gewinnen über 200.000 Euro.“

Prämiensystem schafft Anreize

Größter Hebel bei der Reduzierung des Stromverbrauchs war die Installation einer Gebäudeleittechnik, die im Produktionsbereich die Lüftungsanlage steuert und dabei die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle berücksichtigt.

Schon im ersten Jahr hatte sich die 25.000 Euro teure Investition rentiert: Die Stromkosten sanken um 37.000 Euro, und 270 Tonnen weniger Kohlendioxid entwich in die Luft.

Die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung des Gasverbrauchs war die Senkung der Vorlauf- und Rücklauftemperatur in der Heizungsanlage. Dadurch stößt das Werk jetzt jährlich rund 440 Tonnen weniger CO2 aus und spart mehr als 30.000 Euro ein.

Einen großen Teil der Veränderungen hat die Belegschaft selbst angestoßen. Anreize, Einsparideen zu entwickeln, schafft ein Prämienprogramm. Betzmann: „So haben alle was davon: Umwelt, Mitarbeiter und Unternehmen.“

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