Schon gewusst …

… wie Pipelines zum Netzwerk werden?

Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen arbeiten verschiedene Unternehmen bei der Chlorherstellung Hand in Hand. Dabei profitieren die Betriebe und die Umwelt von einem kilometerlangen Rohrleitungs-Netzwerk.

Rohrgewirr: Produkt-Pipelines vernetzen die Akteure im Chlorverbund. Foto: Werk

Rohrgewirr: Produkt-Pipelines vernetzen die Akteure im Chlorverbund. Foto: Werk

Bitterfeld-Wolfen. Den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen durchziehen kilometerlange Rohrleitungen, die Produzenten und Abnehmer miteinander verbinden. Davon profitieren alle, besonders bei der Chlorherstellung.

Am Anfang steht das Chlorwerk von AkzoNobel. Hier verarbeitet man Sole, eine wässrige Kochsalzlösung. Die kommt über eine 50 Kilometer lange Pipeline aus Bernburg. Aus der gereinigten Sole entsteht dann durch Membran-Elektrolyse Chlor, Natronlauge und Wasserstoff.

Letzteren nutzt der nächste Betrieb, Linde, der ihn reinigt und in das 150 Kilometer lange mitteldeutsche Wasserstoffnetz einspeist. Einen Teil davon nutzt AkzoNobel zur Produktion von Chlorwasserstoff-Gas.

Chlor-Kreislauf im Chemiepark ist nahezu rückstandsfrei

Das Gas fließt dann via Rohrleitung weiter zum nächsten Betrieb, Evonik. Dort entstehen daraus diverse Folgeprodukte, unter anderem Tetrachlorsilan. Damit produziert ein anderes an die Pipeline angeschlossene Unternehmen – Heraeus – hochreines synthetisches Quarzglas.

Gut: Der komplette Prozess ist nahezu rückstandsfrei. Selbst die Reste finden Abnehmer, etwa in der Waschmittel- und Glas-Industrie oder als Dünger in der Landwirtschaft.


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