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Wie Matratzen von Metzeler aus Memmingen für guten Schlaf sorgen


Memmingen. Matratzen, die atmen – darauf ist der Schaumstoff-Hersteller Metzeler (400 Mitarbeiter) spezialisiert. Das Geheimnis sind eingearbeitete Röhren aus Kunststoff.

„In diesem ‚Airchannel‘ im Kern der Matratze zirkuliert die Luft wie in einem Kamin“, erklärt Geschäftsführer Andreas Minkenberg, „Feuchtigkeit und Schweiß werden abtransportiert.“

Rund 12.000 Tonnen Kaltschaum (Polyurethan) stellt das Unternehmen in Memmingen pro Jahr her. Der steckt in Sitzen für Flugzeuge und Züge, der Seitenverkleidung im Auto oder im Dachhimmel. „Als Zulieferer haben wir Schlüsseltechniken für Hightech-Matratzen erworben“, sagt Minkenberg. In einer Presse erhalten die runden Schaumteile ihre endgültige Form.

Im Test 60.000 Mal mit 140-Kilo-Walze überrollt

Sie müssen gut 48 Stunden aushärten, erst dann haben sie sich vollständig verfestigt und die gewünschte Elastizität. Raffiniert: Verschiedene Schäume mit unterschiedlichen Härtegraden sorgen für guten Schlaf. Denn die Unterlage sollte auf das Gewicht der liegenden Person abgestimmt sein und sie gezielt abstützen.

„Damit bei Seitenschläfern die Schulter besser einsinken kann, ist die Matratze in diesem Bereich etwas weicher“, erklärt der Experte. Der Rahmen der Matratze muss dagegen fester sein als der Kern, damit man bequem ins Bett und wieder herauskommt.

Übrigens: Stiftung Warentest ließ eine 140-Kilo-Walze 60.000 Mal über die Matratze laufen, um zehn Jahre Nutzung zu simulieren – was die locker wegsteckte.

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