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Diese Schülerin steht auf Schrauben

Wie Hersteller Arconic Mädchen für technische Berufe begeistern will

Wie geht das mit Technik und Produktion? Die 14-jährige Schülerin Aida interessiert das brennend. Zusammen mit 13 weiteren Mädchen schaut sie beim Flugzeugschrauben-Hersteller Arconic hinter die Kulissen. Und ist fasziniert.

Mit Rohling: Aida findet es spannend, wie Technik und Produktion funktionieren. Foto: Gossmann

Mit Rohling: Aida findet es spannend, wie Technik und Produktion funktionieren. Foto: Gossmann

Hightech-Job: Die Schülerinnen schauen dem Qualitätsexperten über die Schulter. Foto: Gossmann

Hightech-Job: Die Schülerinnen schauen dem Qualitätsexperten über die Schulter. Foto: Gossmann

Hildesheim. Schüchtern ist Aida nicht. Kess kramt die 14-Jährige in nahezu jeder Kiste, an der die Gruppe vorbeikommt, holt halbfertige Schrauben heraus und betrachtet sie eingehend. „Die sehen richtig schön aus“, sagt sie, als sie die blau angelaufenen Schraubenrohlinge entdeckt, die gerade aus einer Ofenanlage rollen.

Aida ist eine von 14 Schülerinnen, die beim Projekt „MEdchen!“ der Stiftung Niedersachsenmetall hinter die Kulissen des Flugzeugschrauben-Herstellers Arconic in Hildesheim schauen. Die Aktion soll Mädchen die Scheu vor der Metall- und Elektro-Industrie nehmen und ihnen die Vielfalt der Berufe zeigen.

In ihrer Heimat Iran hat Aida schon mal eine Papierfabrik gesehen und war beeindruckt, wie viel Technik nötig ist, damit ein Produkt entsteht. Deshalb hat sie sofort zugegriffen, als sich die Chance zum Besuch bei Arconic bot. „Es interessiert mich einfach, wie Technik und Produktion funktionieren“, sagt sie.

Beim Rundgang durch die Produktionsstraßen ist sie überrascht, wie viel dort automatisch passiert. „Da gibt es Roboter, die machen manche Sachen ganz allein, ohne dass ein Mensch danebensteht.“ Schichtleiterin Magdalena Maciv muss lächeln, als sie das hört. „Das stimmt, aber das heißt nicht, dass Menschen überflüssig wären“, sagt sie. Denn jemand müsse die Maschinen bauen und programmieren.

Weibliche Vorbilder erleichtern Frauen den Schritt in den Beruf

Maciv und die Maschinenbedienerin Caréen Speer geben den Schülerinnen einen Einblick in ihre Arbeit, erzählen von ihrem Werdegang und wie es ist, als Frau unter Dutzenden von Männern zu sein. Bei den meisten Mädchen und jungen Frauen müsse man den Spaß an der Technik nicht wecken, ist Speer überzeugt: „Aber viele haben Angst davor, allein unter Männern zu arbeiten. Sie wagen den Schritt in den Beruf erst, wenn es mindestens eine Frau gibt, an der sie sich orientieren können.“ Diese Vorbildrolle könnten die Technikerinnen einnehmen.

Aida hat ihre Vorbilder an diesem Vormittag offenbar gefunden. Sie will sich für ihr dreiwöchiges Firmenpraktikum bei Arconic bewerben. „Ich habe gelernt, dass Frauen genauso gut Schrauben herstellen können wie Männer. Und wenn wir das können, sollten wir das auch tun“, sagt sie.


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Arconic Fastening Systems & Rings, Fairchild Fasteners Europe - VSD GmbH

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31135 Hildesheim

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