Pharma-Produktion

Wie eine Berliner Firma mit technischem Service wächst


Berlin. Das überfordert die gründlichste Hausfrau: putzen im Reinraum! Wo Medikamente gefertigt und verpackt werden, da ist die Anzahl der Staubpartikel in der Luft streng limitiert, Keime und Bakterien sind verbannt.

Trotz aller Technik – in Abständen ist eine penible Grundwartung- und säuberung nötig. Das übernehmen oft Mitarbeiter der Berliner Firma GIG pharmasite technology.

Dessen Spezialisten warten und erneuern Anlagen in Pharma-Reinräumen, halten die Klimatechnik in Betrieb, bieten einen 24-Stunden-Technik-Service, helfen beim Planen und beim Einbau technischer Neuerungen.

Torsten Hannusch, Chef der Firma mit über 200 Mitarbeitern, bringt das Selbstverständnis so auf den Punkt: „Ein Auftraggeber muss sich nur um das Wesentliche kümmern, nämlich die Produktion von Arzneimitteln. Alles andere erledigen wir für ihn – und das mit höchsten Qualitäts- und Umweltstandards.“

Seit einigen Jahren ist GIG pharmasite von Berlin aus bundesweit aktiv, und zwar gemeinsam mit lokalen Partnern. Angesichts einer wachsenden Zahl von Kunden ist man zunehmend auch an weiteren Standorten präsent – so wurde im vergangenen Jahr eine Niederlassung in Dresden gegründet.

Was kann so ein Dienstleister eigentlich besser als die Pharma-Unternehmen selbst? „Deren Kerngeschäft ist die Produktion, unser Fachgebiet ist der Service für die Pharma-Technik“, erklärt Firmenchef Hannusch. Schließlich machen seine Mechatroniker, Elektroniker, Klimatechniker und Ingenieure tagaus, tagein nichts anderes.

Erste Geige statt fünftes Rad am Wagen

Durch das Betreuen unterschiedlichster Standorte erwerben sie großes Know-how. Zudem bilden sie sich regelmäßig weiter. „Diese Spezialisierung führt zu einer sehr zielorientierten Leistung“, sagt Hannusch, „damit ist unser Service am Ende kostengünstiger, als wenn der Kunde sich selbst darum kümmert.“ Gerade für Mittelständler sei das interessant: Sie bekommen die Dienstleistung aus einer Hand. Und sie müssen keine Techniker vorhalten, die sie nur zwei Wochen im Monat beschäftigen können.

„Anstatt in der Produktion das fünfte Rad am Wagen zu sein, spielen Service-Techniker bei uns die erste Geige“, betont Hannusch. Und fügt hinzu: „Das sorgt auch für mehr Spaß an der Arbeit.“

Bereits 1998 machte er sich mit „integriertem Facility-Management für Industriekunden“ selbstständig – er verkaufte damals sein Auto, um an Startkapital zu kommen. 2008 erfolgte die Ausgründung der GIG pharmasite. Das Wachstum seiner Firmengruppe, die auch für Chemie-Betriebe und für komplette Industrieparks arbeitet, finanziert er ohne Kredite ausschließlich aus den Gewinnen. Und die Zahl der Mitarbeiter wächst.

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