Drei auf einen Streich

Wie der Folienspezialist Bischof + Klein erfolgreich Nachwuchskräfte findet

Kollegen sind die besten Botschafter. Deshalb setzt das Unternehmen die eigene Mannschaft bei der Mitarbeitersuche ein. Das funktioniert. Drei neue Auszubildende heuerten letztes Jahr an. Der Clou: Es sind Drillinge.

Viel Spaß in der Ausbildung: Verena, Rebecca und Cornelia Schötz (von links) mit Werks­leiter Armin Kienberger. Foto: Scheffler

Viel Spaß in der Ausbildung: Verena, Rebecca und Cornelia Schötz (von links) mit Werks­leiter Armin Kienberger. Foto: Scheffler

Blick in die Produktion: Maschinenführer Stephan Raith an einer der Blasfolien-Extrusionsanlagen. Foto: Scheffler

Blick in die Produktion: Maschinenführer Stephan Raith an einer der Blasfolien-Extrusionsanlagen. Foto: Scheffler

„Wir investieren viel Zeit in die Menschen“: Natalie Spannfellner, Leiterin Personal­entwicklung. Foto: Scheffler

„Wir investieren viel Zeit in die Menschen“: Natalie Spannfellner, Leiterin Personal­entwicklung. Foto: Scheffler

Konzell. Große Augen, wippende Pferdeschwänze, drei Mal ein umwerfendes Lächeln: Wer Verena, Rebecca und Cornelia Schötz begegnet, schaut gern mal genauer hin. Und stellt fest: Die Drillinge sind alle drei im ersten Ausbildungsjahr beim Folienspezialisten Bischof + Klein (B+K). Im Werk Konzell im Bayerischen Wald lernen sie den Beruf Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Über den Girls’ Day lernten die Schwestern das Unternehmen kennen, kamen dann für ein Praktikum. „Sie fielen sofort durch ihre positive Art auf, deshalb wollte ich sie unbedingt als Auszubildende gewinnen“, erinnert sich Werksleiter Armin Kienberger.

Das hat geklappt. Seit Herbst zählen die drei 15-Jährigen zu den gut 760 Beschäftigten. Sie erfüllen neben ihrer normalen Arbeit noch eine besondere Aufgabe: „Die eigene Mannschaft ist unser stärkstes Werkzeug bei der Suche nach neuen Mitarbeitern“, betont Kienberger. „Zufriedene Kollegen sind die besten Botschafter.“

Zusätzliche Kräfte sind hier, in einem Ort mit 1.800 Einwohnern, stets gesucht: Die Firma wächst. Seit 1959 gibt es das Werk, als erstes Tochterunternehmen von Bischof + Klein aus dem westfälischen Lengerich. Anfangs eine Handkonfektion für Fototaschen, ist der Betrieb heute Spezialist für hochwertige Folienverpackungen – etwa für Papiertaschentücher, Windeln und Toilettenpapier. Zudem entstehen hier Folien mit Barriere-Eigenschaften, etwa für Kaffee oder Tierfutter.

Stark in Sachen Weiterbildung

42.000 Tonnen Kunststoff, vor allem Polyethylen, werden hier pro Jahr zu Folie verarbeitet. „Da diese dank neuer Technologien immer dünner werden, steigt die Menge der produzierten Folien jährlich an. Und damit wachsen auch wir“, erklärt Kienberger. Neuzugänge gibt es daher oft, viele sind Quereinsteiger.

„Das ist kein Problem. Wir investieren viel Zeit in die Menschen, hören zu, achten auf Stärken – und entscheiden dann, was passen könnte“, sagt Natalie Spannfellner, zuständig für die Personalentwicklung im Werk. Grundsätzlich stehen den „Neuen“ Paten zur Seite. Und eine Stärke von B+K ist das ausgefeilte Weiterbildungsprogramm: Die Mehrheit der Fach- und Führungskräfte hier – zum Beispiel auch Kienberger und Spannfellner – hat mal als Azubi begonnen und sich kontinuierlich weitergebildet.

Stolz verweist der Werksleiter auf lange Betriebszugehörigkeiten. Und: „Etwa 80 Mitarbeiter haben mindestens einen nahen Verwandten im Betrieb“ – so wie die jungen Drillinge.


Nachwuchs-Werbung per Internet

  • Bischof + Klein ist natürlich auch auf dem Fachkräfte-Portal der Branche vertreten: karriere-papier-verpackung.de
  • Dort werden unter Federführung des Arbeitgeberverbands HPV 14 Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten präsentiert.
  • Rund 170 Unternehmen nutzen schon die Möglichkeit, sich vorzustellen und ihre Ausbildungsplätze über das Portal anzubieten.

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