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Arbeitssicherheit

Wie das Hightech-Unternehmen Pilz Industrieroboter verbessert

Das Familienunternehmen Pilz aus Ostfildern bei Stuttgart stellt durchdachte Komponenten her. Wie zum Beispiel eine Sicherheits-Trittmatte: Sie erkennt über Sensoren, wenn der Mitarbeiter einem Roboterarm zu nahe kommt.

Ganz sanft: Sensoren verleihen dem Roboter das nötige Feingefühl für die Übergabe. Foto: Werk

Ganz sanft: Sensoren verleihen dem Roboter das nötige Feingefühl für die Übergabe. Foto: Werk

Forschung: Pilz steckt 7 Millionen Euro in den Bau neuer Testlabors. Foto: Werk

Forschung: Pilz steckt 7 Millionen Euro in den Bau neuer Testlabors. Foto: Werk

Geschäftsführer Thomas Pilz: "Technik soll die Arbeit sicherer machen." Foto: Werk

Geschäftsführer Thomas Pilz: "Technik soll die Arbeit sicherer machen." Foto: Werk

Ostfildern. Mitarbeiter und Roboter Hand in Hand: Abläufe in der Produktion werden immer effizienter, je enger Mensch und Maschine zusammenarbeiten können.

„So werden die Fähigkeiten des Menschen und die Vorzüge eines Roboters hinsichtlich Kraft, Ausdauer und Geschwindigkeit kombiniert“, erklärt Thomas Pilz, geschäftsführender Gesellschafter des Automatisierungs-Spezialisten Pilz in Ostfildern bei Stuttgart.

Ein Baustein-System für den Mittelstand

Doch die Entwicklung steht noch am Anfang. Pilz startet gerade in diesen neuen Bereich.

Bisher stehen Roboter in der Industrie meist noch hinter Schutzzäunen und sind nur selten als Serviceroboter im direkten Kontakt mit den Mitarbeitern. Das Problem ist die Sicherheit. Die leichten Roboter mit geringer Traglast müssen sich dem menschlichen Tempo anpassen und im wahrsten Sinne feinfühlig sein.

In Aktion sieht das so aus: Ein Roboterarm verpackt ein Werkstück, das von einem weiteren Roboter auf einem fahrerlosen Transportsystem zu einem Montage-Arbeitsplatz gebracht und dort dem Bediener überreicht wird. Dabei steht der Mitarbeiter auf einer Sicherheits-Trittmatte. Die darin eingebauten Sensoren registrieren, ob der Mitarbeiter dem Roboterarm zu nahe kommt.

Alle Module dafür stammen von Pilz, wobei das Unternehmen betont, es würden lediglich die Komponenten und nicht die kompletten Roboter hergestellt: „Mit unseren Bausteinen wollen wir es mittelständischen Betrieben ermöglichen, sich ihren eigenen Serviceroboter zu schaffen“, sagt Thomas Pilz, der das Familienunternehmen mit seiner Schwester Susanne Kunschert gemeinsam führt.

Not-Knöpfe, Überwachungsgeräte, Schutztüren und Kameras

Arbeit sicherer zu machen, steckt im Erbgut der Firma Pilz. Der Klassiker ist das Sicherheitsschaltgerät PNOZ (Pilz-Not-Aus-Zwangsgeführt), mit dem bekannten roten Not-Knopf. Heute ist das Unternehmen Komplettanbieter für Sicherheitssysteme wie Sensoren, Scanner, elektronische Überwachungsgeräte, Schutztüren oder das Kamerasystem Safety Eye.

Am Stammsitz in Ostfildern beschäftigt Pilz über 1.000 Mitarbeiter, weltweit sind es mehr als 2.300.

Der Pilz-Chef ist optimistisch, dass es bald mehr helfende Roboter in den Werkhallen geben wird: „Der Mensch soll durch neue Technologien effizienter, sicherer und einfacher arbeiten können.“


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