Gesundheitsmanagement

Wie Chemie-Unternehmen das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter fördern

Sportgruppen, Rückenkurse, Ergo-Training am Arbeitsplatz und frisches Obst: Die Chemie-Unternehmen in Rheinland-Pfalz tun viel, um ihre Belegschaft fit zu halten. Dazu gehört auch die Chemische Fabrik Budenheim.

In der Pause aktiv: Stefan Paffhausen (vorne) joggt mit der Gruppe am Rhein. Foto: Sandro

In der Pause aktiv: Stefan Paffhausen (vorne) joggt mit der Gruppe am Rhein. Foto: Sandro

Entspannung; Im „LuFit“ der BASF können Mitarbeiter Yoga-Kurse belegen. Foto: Werk

Entspannung; Im „LuFit“ der BASF können Mitarbeiter Yoga-Kurse belegen. Foto: Werk

Richtige Haltung: Bei Michelin kommt die Physiotherapeutin in die Reifenproduktion. Foto: Werk

Richtige Haltung: Bei Michelin kommt die Physiotherapeutin in die Reifenproduktion. Foto: Werk

Vitaminbombe: Budenheim spendiert regelmäßig frisches Obst. Foto: Werk

Vitaminbombe: Budenheim spendiert regelmäßig frisches Obst. Foto: Werk

Budenheim. Mittagspause? Ab nach draußen! Schon joggt die kleine, gut gelaunte Mitarbeiter-Gruppe der Chemischen Fabrik Budenheim am Rhein entlang. „Wir treffen uns immer dienstags und donnerstags, wer will, läuft mit“, sagt Stefan Paffhausen, Leiter Controlling.

Vor sieben Jahren rief er, aus Spaß an der Bewegung, die Gruppe ins Leben. Mittlerweile gibt es drei davon. „Wir sind an der frischen Luft und bewegen uns – nach jedem Lauf fühle ich mich gut“, so Paffhausen. Das Unternehmen unterstützt das freiwillige Engagement: Im Intranet wird für den Pausensport geworben, und natürlich dürfen die Läufer die Duschen und Umkleiden benutzen.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement, das von der Berufsgenossenschaft zertifiziert wurde, umfasst noch mehr: „Wir haben ein Fußballteam, das regelmäßig trainiert. Wir sponsern den Eintritt ins städtische Schwimmbad“, sagt Gesundheitsbeauftragte Johanna Roth.

Es gibt Trinkwasserspender, frisches Obst wird verteilt. Zu „Ergo-Scouts“ geschulte Mitarbeiter zeigen Kollegen in der Produktion Übungen für Nacken und Wirbelsäule. Rückenkurse sind in Planung. Und in Workshops nimmt man demnächst die psychische Belastung am Arbeitsplatz unter die Lupe.

„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, betont Roth, „jeder Einzelne soll gerne bei uns arbeiten.“ Eine solche Haltung sei auch im Interesse der Firma: Schließlich werde der demografische Wandel den Arbeitsalltag verändern, und nur mit fitten Mitarbeitern könne man wettbewerbsfähig bleiben. Und: „Eine starke Gesundheitsförderung macht uns zudem für Fachkräfte attraktiv.“

Auch viele weitere Betriebe sorgen für das körperliche Wohlbefinden ihrer Belegschaft. Der Reifenhersteller Michelin etwa hat das Programm „Balance“: Das Werk in Bad Kreuznach bietet unter anderem Rücken-Fit-Kurse an, es gibt Sportgruppen, einen Zuschuss für Fitness-Studios, physiotherapeutische Beratung und Sonderaktionen wie Augen-Checks und Herz-Kreislauf-Kampagnen. „Ein erfolgreiches Unternehmen braucht gesunde Mitarbeiter“, bekräftigt Personalleiter Peter Kubitscheck.

Krafttraining, Yoga und Fachvorträge

Beim Reinigungsmittel-Experten Werner & Mertz („Frosch“) in Mainz gibt es den „Steuerungskreis Gesundheit“. Das Angebot umfasst unter anderem Vorträge, Muskelentspannung und die „Bewegungszeit“ während der Arbeitszeit.

Und das Ludwigshafener Chemie-Unternehmen BASF hat das eigene Trainingszentrum „LuFit“: Auf über 1.500 Quadratmetern kann man dort zum Beispiel an Krafttrainings teilnehmen, Yoga- und Aerobic-Kurse belegen oder in der Sauna entspannen.


Mehr zum Thema:

Sitzen, sitzen, sitzen! Die meisten Deutschen bewegen sich viel zu wenig. Sportwissenschaftler Professor Gerhard Huber von der Uni Heidelberg gibt Tipps, wie wir im Alltag mehr Schwung bekommen – und das ziemlich entspannt.

Für eine gesündere Lebensweise kann jeder selbst einiges tun. Hier finden Sie Tipps für die wichtigsten Punkte, auf die man achten sollte, und weiterführende AKTIV-Artikel.

aktualisiert am 16.01.2017

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang