Jugendliche für eigene Innovationen ausgezeichnet

Wettbewerb „M+Eine Zukunft“ macht Azubis zu Erfindern

Marburg. „Von solchen Innovationen wünschen wir uns noch mehr!“ Carsten Rahier, Jury-Mitglied des Innovations-Wettbewerbs M+Eine Zukunft, zeigte sich sichtlich beeindruckt von den tollen Ideen, die in Marburg präsentiert wurden – egal, ob es um neue Technologien, die Optimierung von Arbeitsprozessen, die Effizienz von Ressourcen oder auch um Nachwuchssicherung ging.

Zum siebten Mal vergab der Arbeitgeberverband Hessenmetall den Preis an den kreativsten Nachwuchs der Branche in Hessen. 15 Unternehmen waren mit Teams von Auszubildenden und dual Studierenden angetreten.

Qualitätsbewusstsein bei Azubis geweckt

Eine Experten-Jury unter der Leitung von Rahier, Vorstandsmitglied von Hessenmetall und Geschäftsführer der sera Group in Immenhausen, hatte die schwere Aufgabe, die besten Innovations-Projekte auszuwählen.

Mit der revolutionären Idee, Energie aus sich abstoßenden Magneten zu gewinnen, überzeugte Till Künneke, Azubi bei Bombardier Transportation in Kassel. Mit seinem selbst entwickelten kleinen Motor siegte er in der Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“.

Die Azubis der Fritz Winter Eisengießerei aus Stadtallendorf erhielten den ersten Preis im Bereich „Produktionsablauf und Logistik“. Ihr Konzept zur Minimierung von Druckluft beim Bearbeiten von Werkstücken senkt Lärmbelastung und Kosten.

Das Team von Schunk in Heuchelheim startete den „Tag der Qualität“ und weckt damit schon bei den Azubis mehr Qualitätsbewusstsein. Dafür gab es den ersten Platz in der Kategorie „Administration und Personalmanagement“.

Weitere Infos: hessenmetall.de


Anakonda mit Pfiff: Sonderpreis für Hebehilfe

Foto: Scheffler
Foto: Scheffler

Marburg. Eine Anakonda, eine Hebehilfe für Lasten, entwickelte Inken Kestler (Foto), Auszubildende im Continental-Werk Karben, so weiter, dass die Mitarbeiter schwere Magazine zukünftig rückenschonend in die Maschinen einsetzen. Für diese „individuelle Innovationsleistung in Kombination mit erfolgreicher praktischer Umsetzung“ vergab die Jury einen Sonderpreis.

Bei Grün ist alles okay: Angehende Ingenieure entwickeln Prüfstation

Foto: Scheffler
Foto: Scheffler

Marburg. Eine Prüfstation für Vakuumventile entwickelten Adrian Keck und Jens Hollstein (Foto, von links). Sie siegten damit in der Kategorie „Studierende“. Die angehenden Ingenieure sind dual Studierende bei der ae group in Gerstungen, einem Hersteller von Aluminium-Druckgussteilen für die Automobil- und Fahrzeug-Industrie.

Die von ihnen vorgestellte Prüfvorrichtung kontrolliert die Funktion von Vakuumventilen. Die müssen wöchentlich gewartet und gereinigt werden. Mängel konnten dabei bisher leicht übersehen werden. Leuchtet in der Prüfstation nun das grüne Licht, funktionieren sie wieder einwandfrei.

„Damit ist gewährleistet, dass keine fehlerhaften Ventile mehr in die Vakuumanlage eingebaut werden“, betont Hollstein.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang