Wettbewerb

Wenn Joghurtbecher leuchten …


Azubis ausgezeichnet beim M+Eine Zukunft Award 2012

Frankfurt. Wo steht die Milch? Wo die Wurst? Wo finde ich meinen Lieblingsjoghurt? „Eine Suchmaschine für den Supermarkt. Das wär’s“, sagten sich vier Azubis des Kühlmöbelwerks Limburg (KMW). Gemeinsam entwickelten Diana Ehrlich, Manuel Drachsler, Friedrich Schmick und Daniel Roggusch ein Display, das auf Knopfdruck am Kühlregal das gewünschte Produkt zeigt: mit farbigen Leuchtdioden.

Origineller Film begeistert die Jury

Ihren selbst konstruierten „Marktführer“ präsentierten sie beim Innovationswettbewerb M+Eine Zukunft Awards 2012. Und sie wurden Sieger in der Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“. Firmenchefin Doris Döhler ist überzeugt: „Wir entwickeln den Marktführer weiter und wollen ihn serientauglich spätestens 2014 auf der Messe Euroshop präsentieren.“

Ideen wie diese begeisterten die Jury, in der Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft saßen. 24 Teams von Azubis und dual Studierenden bewarben sich um die Auszeichnung. 10 kamen ins Finale.

„Die eingereichten Projekte waren durchweg beeindruckend und machten die Entscheidung wirklich schwer. Alle haben uns davon überzeugt, dass ihre Idee von großem Nutzen für ihr Unternehmen ist“, betonte Professor Dieter Weidemann, Leiter der Jury und Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Hessenmetall.

In der Kategorie „Administration und Personalmanagement“ gewannen die Auszubildenden Christian Hafner, Chris Jäkel und Sebastian Becker der Hema Maschinen- und Apparateschutz GmbH aus Seligenstadt. Sie präsentierten einen originellen Film zur Verbesserung des betrieblichen Arbeitsschutzes. Aufhänger war ein Arbeitsunfall eines der Azubis, der ihn zur Umschulung zwang. Künftig wird bei Hema jeder neue Mitarbeiter über Schutzmaßnahmen und Gefahrenquellen am Arbeitsplatz mit dem Film aufgeklärt.

„Da flattern die Nerven“

Mit ihrem Palettenwechsler gewannen zwei Azubis von Continental Automotive, Karben, in der Kategorie „Produktionsablauf & Logistik“. Benjamin Cornella und Tobias Feuerbach überzeugten mit einer selbst konstruierten Maschine zum Umsetzen von Ware von den intern genutzten ESD-Paletten auf die für den Transport verwendeten Euro-Paletten. Das Projekt wird bei Conti bereits umgesetzt.

Auch wenn es knapp am 1. Platz vorbeiging, will Nils Reinstättler von Duktus Rohrsysteme in Wetzlar den Wettbewerb nicht missen: „Klar flattern bei der Präsentation vor so einer Jury die Nerven, aber der Spaß und die Erfahrungen, die man gewinnt, sind das allemal wert.“

 

Info: Hall of Fame

Mehr Infos zu den Siegerteams und ihren Projekten gibt es im Internet auf der Homepage von Hessenmetall unter „Projekte und Veranstaltungen“. Neben den aktuellen Preisträgern finden sich dort auch die Gewinner der zurückliegenden Jahre und Tipps zum M+Eine Zukunft Award 2013.

www.hessenmetall.de

 

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