Innovation

Wenn die Waschmaschine wartet


Zeigen die neue Technik: Die Ingenieurin Corinne Petguet und ihr Ingenieurkollege Velten Jähnel. Foto: Fricke

Die Firma Itron baut Stromzähler, die mitdenken können

Hameln. Man steckt die Hemden in die Waschmaschine, schließt die Trommel, tippt einige Tasten, startet – und es tut sich nichts.

Corinne Petguet und Velten Jähnel sind in solchen Momenten zufrieden.

Die beiden sind Ingenieure der Itron Zähler und Systemtechnik GmbH in Hameln. Und sie wissen: Diese Waschmaschine der Zukunft meint es gut. Mit dem Konto des Kunden, mit der Umwelt und mit dem Stromnetz allgemein. Indem sie abwartet. Weil intelligente Stromzähler ihr sagen, wann der Strom günstig ist.

Mittelfristig spart der Verbraucher Geld

Das ist keine ferne Vision. Itron ist ein führender Hersteller von Strom-, Gas- und Wasserzählern. In Hameln hat die deutsche Tochter 45 Mitarbeiter, davon 22 Ingenieure. Weltweit sind es beim amerikanischen Konzern 9.000. Das Unternehmen hat elektronische Stromzähler entwickelt, die stets wissen, was im Hause elektrotechnisch abläuft, und die im Dialog mit dem Verbraucher und mit seinem Energie-Lieferanten stehen.

Ab 2012 müssen die Versorger in Deutschland Tarife anbieten, die im Zeitablauf variabel auf Angebot und Nachfrage reagieren. Durch die neue Itron-Technik werde der normale Kunde aber wohl erst mittel- und langfristig Geld sparen, sagt Werner Paech, General Manager für Itrons deutsche Elektrizitätssparte: „Für die Energie-Unternehmen sind erst einmal hohe Investitionen erforderlich.“

Itron bietet sich den Versorgern zudem als Dienstleister an, der die neuen immensen Datenmassen verwaltet und zur Auswertung aufbereitet. Seit Januar 2010 dürfen in Neubauten und bei grundlegenden Renovierungen statt der traditionellen nur noch elektronische Zähler eingebaut werden.

WF/MF

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