Frauen und Technik

Wenn 3-D-Drucker stylishe Mädchen-Träume wahr machen

Braunschweig. Wie kriegt man 15 Schülerinnen dazu, sich mit einer Zukunftstechnik wie 3-D-Druck zu beschäftigen? Na klar: Man lässt sie ihren eigenen Schmuck entwerfen oder ihre eigene stylische Handy-Schale.

So geschehen kürzlich bei dem Start-up-Unternehmen Fabmaker im Technologiepark in Braunschweig. „Ich bin Batman-Fan“, erklärt Julia Kanka (16) und schiebt den Cursor über den Bildschirm. Da ist ja schon das Fledermaus-Symbol des geliebten Comic-Helden! Damit es gleich fertig ausgedruckt an einer Kette baumelt, hat sie sich in das Computerprogramm „Sketchup“ eingearbeitet.

„Bevor man ein Pappmodell baut, druckt man es lieber schnell aus“

„3-D-Drucken ist schon sehr innovativ“, sagt Selin Özkürkcü (24), die Leiterin des Workshops. Sie kennt das Computerprogramm aus ihrem Architekturstudium. „Bevor man ein Pappmodell baut, druckt man es lieber schnell richtig aus.“

Aus gleich vier Braunschweiger Schulen sind die jungen Mädchen gekommen. „Die am Bildschirm entworfenen Objekte werden später ausgedruckt und dann an die Schulen geliefert“, erklärt Chris Töppe von der Firma Fabmaker. Das Material, der Kunststoff PAL, sei übrigens biologisch abbaubar.

Gefördert wurde der Workshop von der Stiftung NiedersachsenMetall des gleichnamigen Arbeitgeberverbands sowie vom lokalen Arbeitgeberverband Region Braunschweig und der Landesschulbehörde. Ulrich Rode von der Stiftung NiedersachsenMetall: „Schmuck ist sozusagen das geeignete trojanische Pferd, um Mädchen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.“


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