China-Geschäft

Weltweit vernetzt, doch das Herz schlägt hier!


Mündener Gummiwerk muss Globalisierung nicht fürchten – im Gegenteil

Hannoversch Münden. Die Produktion von Ladeluftschläuchen ist eine heiße Sache. Die Dämpfe haben eine Temperatur von 170 Grad – bei einem Druck von 9,5 Bar.

Eine Arbeit für Fachleute wie Oleg Satvaldinov. Seit 2002 ist er in der Vulkanisation der ContiTech Mündener Gummi Werk GmbH in Hannoversch Münden beschäftigt.

Die Erfahrung ist gefragt

Der ContiTech-Mann kennt jeden Handgriff aus dem Effeff. Seine Erfahrung ist im fernen China gefragt: Letztes Jahr war Satvaldinov mehrmals am Konzernstandort Changshu – zusammen mit Energieanlagen-Elektroniker Carsten Bode und Maschinenbau-Techniker Peter Haberland.

In Changshu hat der in Hannover ansässige Mutterkonzern ContiTech für 40 Millionen Euro eine zusätzliche Produktionsstätte errichtet. „Einführen, einfahren, einweisen“, skizziert Techniker Haberland die Aufgaben.

Bis zu drei Wochen waren die drei Männer vor Ort. Kulturschock? „Klar herrschen da andere Sitten und eine andere Arbeitskultur als in Deutschland“, sagt Haberland. „Aber die Umstellung war längst nicht so schwer wie gedacht.“

Weltweites Kompetenz-Center

ContiTech ist weltweit aufgestellt – und im Reich der Mitte schon seit mehr als 30 Jahren aktiv. In modernen Fabriken vor Ort produziert man Komponenten und Systeme für die Auto-Industrie, den Maschinen- und Anlagenbau, die Bergbau- und Druck-Industrie: etwa Schlauchleitungen, Schwingungselemente, Luftfedern, Oberflächenmaterialen oder Förderbänder.

Derzeit sind es 2.200 Mitarbeiter in China, fast täglich werden es mehr. Bis 2014 soll der Umsatz auf über 300 Millionen Euro steigen, doppelt so viel wie 2010. Und dennoch: Das Herz des Unternehmens wird wohl weiterhin in Deutschland schlagen.

Das Mündener Gummiwerk im Süden Niedersachsens ist auf Wachstum ausgerichtet. Es gehört zur ContiTech-Sparte „Fluid Technology”, die Schläuche und Schlauchleitungssysteme produziert. Die bleiben begehrt: Der Verbrennungsmotor ist ohne sie nicht denkbar, und das Elektroauto wird auf absehbare Zeit ein Nischenprodukt bleiben.

Die Sparte Fluid Technology wächst auch an ausländischen Standorten, besonders in China und Südamerika. Das macht dem Standort Hannoversch Münden nicht Bange – im Gegenteil: „Wir werden das weltweite Kompetenz-Center für Ladeluftschläuche des Konzerns“, berichtet Personalleiterin Beate Lambrecht. Die Stärke sei das große Know-how. „Deshalb sind unsere Spezialisten sehr gefragt, um im Ausland zu arbeiten.“

Carsten Bode, der Energieanlagen-Elektroniker, hat in Changshu Montagetische eingerichtet und die chinesischen Kollegen eingearbeitet. Sprachbarrieren habe es kaum gegeben. „Mit meinem Englisch ging es ganz gut”, sagt er, „und zur Not gibt es auch noch einen Dolmetscher.“

Bode ist schon seit 29 Jahren im Unternehmen, hat auch schon in Rumänien und Ungarn gearbeitet. Die Nase voll vom Reisen? „Ich würde es jederzeit wieder machen.“

 

Schmierstoff-Basis: Oft ist es Mineralöl.Begehrtes. Foto: fotolia

Mündener Gummiwerk muss Globalisierung nicht fürchten – im Gegenteil

Hannoversch Münden. Die Produktion von Ladeluftschläuchen ist eine heiße Sache. Die Dämpfe haben eine Temperatur von 170 Grad – bei einem Druck von 9,5 Bar.

Eine Arbeit für Fachleute wie Oleg Satvaldinov. Seit 2002 ist er in der Vulkanisation der ContiTech Mündener Gummi Werk GmbH in Hannoversch Münden beschäftigt.

Die Erfahrung ist gefragt

Der ContiTech-Mann kennt jeden Handgriff aus dem Effeff. Seine Erfahrung ist im fernen China gefragt: Letztes Jahr war Satvaldinov mehrmals am Konzernstandort Changshu – zusammen mit Energieanlagen-Elektroniker Carsten Bode und Maschinenbau-Techniker Peter Haberland.

In Changshu hat der in Hannover ansässige Mutterkonzern ContiTech für 40 Millionen Euro eine zusätzliche Produktionsstätte errichtet. „Einführen, einfahren, einweisen“, skizziert Techniker Haberland die Aufgaben.

Bis zu drei Wochen waren die drei Männer vor Ort. Kulturschock? „Klar herrschen da andere Sitten und eine andere Arbeitskultur als in Deutschland“, sagt Haberland. „Aber die Umstellung war längst nicht so schwer wie gedacht.“

Weltweites Kompetenz-Center

ContiTech ist weltweit aufgestellt – und im Reich der Mitte schon seit mehr als 30 Jahren aktiv. In modernen Fabriken vor Ort produziert man Komponenten und Systeme für die Auto-Industrie, den Maschinen- und Anlagenbau, die Bergbau- und Druck-Industrie: etwa Schlauchleitungen, Schwingungselemente, Luftfedern, Oberflächenmaterialen oder Förderbänder.

Derzeit sind es 2.200 Mitarbeiter in China, fast täglich werden es mehr. Bis 2014 soll der Umsatz auf über 300 Millionen Euro steigen, doppelt so viel wie 2010. Und dennoch: Das Herz des Unternehmens wird wohl weiterhin in Deutschland schlagen.

Das Mündener Gummiwerk im Süden Niedersachsens ist auf Wachstum ausgerichtet. Es gehört zur ContiTech-Sparte „Fluid Technology”, die Schläuche und Schlauchleitungssysteme produziert. Die bleiben begehrt: Der Verbrennungsmotor ist ohne sie nicht denkbar, und das Elektroauto wird auf absehbare Zeit ein Nischenprodukt bleiben.

Die Sparte Fluid Technology wächst auch an ausländischen Standorten, besonders in China und Südamerika. Das macht dem Standort Hannoversch Münden nicht Bange – im Gegenteil: „Wir werden das weltweite Kompetenz-Center für Ladeluftschläuche des Konzerns“, berichtet Personalleiterin Beate Lambrecht. Die Stärke sei das große Know-how. „Deshalb sind unsere Spezialisten sehr gefragt, um im Ausland zu arbeiten.“

Carsten Bode, der Energieanlagen-Elektroniker, hat in Changshu Montagetische eingerichtet und die chinesischen Kollegen eingearbeitet. Sprachbarrieren habe es kaum gegeben. „Mit meinem Englisch ging es ganz gut”, sagt er, „und zur Not gibt es auch noch einen Dolmetscher.“

Bode ist schon seit 29 Jahren im Unternehmen, hat auch schon in Rumänien und Ungarn gearbeitet. Die Nase voll vom Reisen? „Ich würde es jederzeit wieder machen.“

 

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