Eine Spezialität der Firma Deutsche Rondo

Wellenteile: Guter Schutz für Fläschchen und Ampullen


Kelkheim. „Perfekt!“ Andreas Marx ist zufrieden – die Fertigung kann weiterlaufen. Der 30-Jährige ist verantwortlich für die Faltschachtelproduktion beim hessischen Familienunternehmen Deutsche Rondo.

Seit 1951 produziert der Betrieb in Kelkheim am Taunus diese und andere Verpackungen aus Karton, zum Beispiel auch Stülpschachteln, Feinkartonagen und Displays. Die Spezialität der Firma sind Wellenteile, in denen Ampullen, Fläschchen, Glasröhren und andere empfindliche Produkte bruchsicher verpackt werden.

„Das können außer uns nur ganz wenige Hersteller“, betont Marx. „Und ich bin stolz, hier zu arbeiten, denn wir halten mit den Großen durchaus mit“, meint er selbstbewusst. Den Betrieb kennt er schon seit der Ausbildung, er hat hier Verpackungsmittelmechaniker gelernt (heute heißt der Beruf Packmitteltechnologe).

Die Deutsche Rondo bildet mit der 1964 gegründeten Druckerei Blei und Guba einen Firmenverbund mit knapp 50 Beschäftigten. Da wird gedruckt, gestanzt, gepägt – und so fort. Viele Kunden kommen mit besonderen Wünschen: Sie wollen ausgefallene Verpackungen, bestellen nur kleine Auflagen.

Umzug in einen umweltfreundlichen Neubau

„Wir decken Nischen ab und finden da auch für komplizierte Produkte die passende Lösung“, sagt Andreas Guba, der die beiden Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Adolf Guba leitet. „Viele Anbieter sind ja auf Standardschachteln beschränkt, unsere Stärke sind eben kreative und individuelle Verpackungen aus Karton.“

Hauptabnehmer sind die Pharma- und die Kosmetik-Industrie, darunter Hersteller von Naturkosmetik und Naturheilmitteln, die ihre Verpackung am liebsten in Deutschland einkaufen. „Ihnen geht es um gute Beratung, aber auch um Sicherheit und Hygiene in der Produktion“, erläutert Seniorchef Adolf Guba. Er möchte 2014 ein besonderes Jubiläum feiern: Dann steht er 50 Jahre an der Spitze der Firma.

Ein großer Schritt für die beiden kleinen Unternehmen war zuletzt der Umzug in einen Neubau. Nun kann die Deutsche Rondo den Hygiene-Richtlinien, aber auch den eigenen Vorstellungen von einer nachhaltigen Produktion noch besser gerecht werden. „Wir haben Solarzellen auf dem Dach, eine Holzpellet-Heizung, wir nutzen die Abwärme der Maschinen“, schildert Andreas Guba, „wir arbeiten in einem der umweltfreundlichsten Industriebauten in der Region.“ Das senkt nicht zuletzt auch die Energiekosten.

Übrigens: Der Junior-Chef wundert sich natürlich immer, wenn Ampullen in Tiefziehteile aus Kunststoff gepackt werden statt in umweltfreundliche Wellenteile aus Karton … Guba: „Fragt uns ein Kunde, was wir für die Zukunft tun, können wir guten Gewissens sagen: Da sind wir gut aufgestellt!“

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