Kontakte für die ganze Welt

Weco versorgt fast alle Branchen mit elektronischer Verbindungstechnik

Hanau. Sie sind überall, meist gut versteckt in allen möglichen elektrischen und elektronischen Geräten und Anlagen: Klemmen, kleine, raffinierte Verbindungselemente, die Strom weiterleiten und bei Bedarf auch unterbrechen, eben abklemmen.

„Wenn die nicht richtig funktionieren, ist Ärger programmiert“, sagt Pauline Schwabauer, Maschinenführerin bei Weco Contact in Hanau. Ständige Kontrollen der Verbindungselemente gehören für sie zum Tagesgeschäft.

Auf Buchse, Schweißkopf und die Abmessungen des Lötdrahts hat sie ein besonderes Augenmerk, denn die müssen ganz genau stimmen, damit die Teile später im Einsatz 100-prozentig funktionieren: „Die Lupe ist mein wichtigstes Arbeitsgerät, denn mit bloßem Auge könnte ich das gar nicht sorgfältig genug kontrollieren.“

Seit 19 Jahren arbeitet sie bei Weco, einem der führenden Unternehmen im Bereich elektrischer Verbindungstechnik. Ob Heizungs- und Klimatechnik, Sicherheitstechnik wie Rauchmelder, Maschinenbau, Lichttechnik oder weiße Ware wie Kühlschränke: Überall dort sind Produkte von Weco Contact zu finden. Der Betrieb gehört mit seinen knapp 100 Beschäftigten zur Weco-Gruppe, einem international tätigen Hersteller im Bereich Elektronik und Elektrotechnik mit 450 Mitarbeitern und Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien und Tunesien.

Gegen die Massenware speziell aus dem asiatischen Raum können die Hanauer Spezialisten nicht konkurrieren. „Aber wir punkten mit einer enormen Produktvielfalt, großer Flexibilität und einer hohen Innovationskraft“, erklärt Geschäftsführer Hartmut Hame. Zurzeit gehören 17.000 unterschiedliche Artikel zum Sortiment, die je nach Bedarf auch besonderen Belastungen wie Hitze oder Nässe standhalten.

Eine Besonderheit von Weco sind die Baureihen für die reine Oberflächenmontage der winzigen Bauelemente, die sogenannte Surface Mountain Technology (SMT).

Bei diesem Verfahren werden die Lötpins nicht mehr durch Bohrungen in den Leiterplatten gesteckt und auf der Rückseite verlötet, sondern direkt auf der Leiterplatte befestigt.

Weco hat einen Weg gefunden, die Pins sicher mit der Leiterplatte zu verbinden und zuverlässige Lötverbindungen herzustellen. Dafür werden sie einer speziellen Prüfung unterzogen, der sogenannten Koplanaritätsprüfung. Sie stellt sicher, dass alle Pins exakt gleich lang sind.

„So vermeiden wir fehlerhafte Kontakte, egal wie winzig die Pins auch sind“, betont Geschäftsführer Hame.

Bislang war die Klemme häufig das letzte noch konventionell zu verlötende Bauteil auf der Platine.

„Diese Technologie spart unseren Kunden enorm viel Zeit und damit Kosten im Fertigungsprozess“, weiß Hame. Für den Geschäftsführer steht fest: „Hier ist unsere Zukunft.“


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