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Voll auf Draht


Michelin produziert an der Mosel Wulstkerne für Reifen

Trier. In der Produktion eines Reifens steckt jede Menge Detailarbeit. Er setzt sich aus mindestens 30 Komponenten zusammen. Ein entscheidender Bestandteil ist der Wulstkern: Er hält den Pneu auf der Felge.

Der Reifenhersteller Michelin betreibt in Trier seit 40 Jahren ein Werk, das auf diese Wulstkerne spezialisiert ist. Rund 100 Mitarbeiter fertigen das Vorprodukt für Auto- und Lkw-Reifen.

Maschinen schneiden im Sekundentakt

Ein Wulstkern besteht zunächst aus der zentralen „Seele“. Sie wird aus Weichstahl gefertigt und anschließend mit Hartdraht ummantelt. Damit der Wulstkern den Reifen später stabil mit der Felge verbindet, wird er anschließend noch in Kautschuk gehüllt.

22 Maschinen stehen in der Seelenfertigung in Trier. Sie wickeln den Draht von großen Spulen und schneiden die Stäbe zurecht. Diese werden an den Enden zusammengeschweißt und zu einem Ring geformt.

Michael Bäcker arbeitet seit 25 Jahren in dem Werk an der Mosel. Der 51-Jährige kommt aus der Drahtziehung. Heute ist er Maschinenführer und überwacht die Seelenproduktion. Bündelweise bestückt er die Anlagen mit Drahtstäben, bindet und lagert die Seelen. Acht bis zehn Tonnen Draht bewegt er am Tag und prüft auch die Qualität. Gutes Augenmaß ist gefragt: „Die Schnitte müssen auf den hundertstel Millimeter genau gleich lang sein“, sagt er.

Unterstützung bekommt er von seinem Kollegen Thomas Fuchs. Der 25-Jährige überwacht zudem die Instandhaltung der Maschinen. „Hier wird im Sekundentakt Draht geschnitten“, erklärt Fuchs. „Da nutzen sich die Messer schnell ab.“

Bis heute wurden in Trier mehr als 800 Millionen Wulstkerne produziert. Von dort aus gehen sie zur Weiterverarbeitung an andere deutsche Michelin-Standorte wie Bad Kreuznach sowie Konzernkunden weltweit.

 

 

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