Tolle Tuben

Vielfalt aus der Tube


Linhardt stellt Verpackungen aus Aluminium und Kunststoff her

Viechtach. Die Produktpalette ist weit gefächert. Sie fängt an bei Tuben für Sport-, Nasen- oder Augensalben und Röhrchen für Tabletten.

Und reicht bis zu bunt bedruckten Kunststoff-Verpackungen für Haargels, Aerosol-Dosen für Körpersprays und Alu-Tuben für Senf, Majo, Kräuterbutter – oder Leberpastete für den Hund. Und bis zu Hülsen für dicke Filzstifte.

Weltmarktführer für Zigarrenhülsen

Die Linhardt GmbH & Co. KG,  ein 67 Jahre altes Familienunternehmen mit Hauptsitz in Viechtach im Bayerischen Wald, fasst ihr großes Angebot in einem Satz zusammen: „Wir verpacken, was schön oder gesund macht, leicht verdirbt oder teuer ist.“

Hersteller von Kosmetik, die Pharma- und die Lebensmittel-Industrie sind die wichtigsten Kunden von Linhardt. Beliefert werden aber auch Zigarren-Hersteller von Deutschland und der Schweiz bis nach Kuba und der Dominikanischen Republik. „In diesem Segment sind wir Weltmarktführer“, berichtet die Geschäftsführerin Dr. Monika Kopra-Schäfer stolz. Jede zweite Alu-Hülse für die dicken Glimmstängel stammt von Linhardt.

Und in Europa ist das Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern an drei deutschen Standorten auch die Nummer eins für „Office-Marker“. Das sind dicke Filzstifte. Im Auftrag des Kunden werden sie im Viechtacher Werk, in dem 530 Mitarbeiter beschäftigt sind, auch gleich mit Tinte gefüllt.

Doch mit Stiften wird nicht nur geschrieben und gemalt: Linhardt hat auch einen sogenannten Medic-Pen für die Pharma-Industrie entwickelt.

„Damit lassen sich Tinkturen direkt und präzise dosiert auf die Haut auftragen“, erklärt Johann Beil, der Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung. So können zum Beispiel Warzen, Akne oder Pilzerkrankungen behandelt werden. „Mit diesem Produkt sind wir die Ersten im Pharma-Bereich“, fügt Kopra-Schäfer hinzu.

Auf die Entwicklung neuer Produkte legt das Unternehmen viel Wert. Denn, so die Geschäftsführerin: „Wir wollen führend sein auf dem Gebiet der Innovationen, der Qualität und des Service.“ Linhardts Mitarbeiter forschen deshalb auch schon an Produkten für die Zukunft. Abteilungsleiter Beil nennt zum Beispiel „intelligente Packmittel, die digital ansprechbar sind“.

Tomatenmark mit Mikro-Chip

Ein mögliches Szenario: Der Käufer im Supermarkt hält sein Handy an eine Tomatenmark-Tube mit eingebautem Mikro-Chip. Auf dem Mobiltelefon lässt sich dann ablesen, wann die rote Paste eingefüllt wurde, wie lange sie haltbar ist und wie sich später die leere Verpackung am besten entsorgen lässt.

Geschäftsführerin Kopra-Schäfer nennt noch einen anderen Trend: die seniorengerechte Verpackung. „Bessere Lesbarkeit dank größerer Schrift, Verschlüsse, die sich leichter öffnen lassen“ – das sind denkbare Merkmale, um auf die weiter steigende Lebenserwartung und die wachsende Zahl der Älteren zu reagieren. Auf diese Weise bereitet sich Linhardt auf die Zukunft vor.

 

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