Neue Produkte

UV-Lack spart Energie


Autoreparatur: Ein neuer Klarlack macht sie schneller. Foto: Sikkens

Wie Umwelt und Gesundheit geschont werden

Schneller, höher, weiter. Das gilt nicht nur für Olympia, auch in der Wirtschaft hat nur Erfolg, wer eine Nasenlänge voraus ist. Ob Autolack, Gummi oder Holzschutz – Chemie-Unternehmen zeigen, dass man Produkte stets noch besser machen und so die Umwelt schonen kann.

Lack in nur sechs Minuten trocken

Eine tolle Idee hatten die Forscher vom Lackhersteller Sikkens in Stuttgart. Sie entwickelten einen Klarlack für die Autoreparatur, der bei Licht rasend schnell trocknet. Statt in 45 Minuten ist ein lackiertes Teil unter der UV-Lampe in schlappen sechs Minuten trocken. „Das spart jede Menge Energie. Denn man muss die Trockenkabine nicht aufheizen“, weiß Daniel Gruschwitz, Technischer Trainer der Firma. Die Energiekosten lassen sich so beim Klarlack um bis zu 80 Prozent verringern.

Ein anderes Beispiel: Das Unternehmen  Rhein  Chemie in Mannheim hat eine Chemikalie für die Gummiherstellung (ETU) entwickelt. Die ist unbedingt nötig, damit aus zähem Rohkautschuk elastischer Gummi für Spezialitäten wie Dichtungsprofile oder Benzinschläuche wird.

Doch ETU ist beim Verarbeiten gesundheitsschädlich. Deshalb muss man (noch) strenge Arbeitsschutz-Regeln beachten. Kein Wunder, dass die Industrie schon lange nach einem vollwertigen Ersatz sucht.

Weit weniger gefährlich

Forscher der Rhein Chemie haben jetzt einen entwickelt. „Unsere neue Substanz ist weit weniger gefährlich, liefert beim Gummi aber die gleiche Qualität wie ETU“, sagt Rüdiger Herpich, Leiter Qualität und Umweltschutz bei den Mannheimern.

Und der Hersteller von Holzschutzmitteln Dr. Wolman in Sinzheim hat ein Präparat entwickelt, das Holz mit speziellen Kupferverbindungen vor Pilzen schützt. „Die sind für Mensch und Umwelt sicher“, sagt Produktmanagerin Gabi Fuß.

GKW

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